Thema: Ist Schaufertigmachen reell ? |
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Auf Anregung vom Elisabeth stellen wir nachfolgende Fragestellung zu Diskussion.
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Ein "Streitpunkt" neulich unter Züchtern war z.B.: Wie weit ist Schaufertigmachen reell und was ist diesbezüglich Betrug?
Jemand war der Meinung,daß das Zupfen weißer Haare im Fell schon Betrug sei. |
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Eure Meinungen hierzu sind gefragt.
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Thema: 134-Untersuchungen zur Senkung der enteropathiebedingten Verluste bei Kaninchen-Sachstand 2011 |
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Neue Seite 2
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Aus dem
Institut für Tierzucht und Haustiergenetik, Abteilung
für Tierhaltung und Haltungsbiologie des Fachbereiches
für Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und
Umweltmanagement der Justus-Liebig-Universität Giessen

Untersuchungen zur Senkung der enteropathiebedingten
Verluste bei Kaninchen
Sachstandsbericht 2011
eingereicht von Dr. agr. Caroline Lang und Prof. Dr.
Steffen Hoy
Abteilung für Tierhaltung und Haltungsbiologie
Bismarckstr. 16
35390 Giessen
Tel.: 0641/9927623
Gesamtziel des Projektes:
Das Ziel des Vorhabens besteht darin, die durch
Enteropathien verursachten hohen Verlustraten durch neue
Fütterungsstrategien (Futtermittel, Fütterungstechnik)
zu senken sowie die Entstehung der Enteropathie und den
Einfluss des Futtermittels auf diese zu erforschen. Der
Arbeitsplan dazu wurde bereits im Sachstandsbericht
Februar 2010 ausführlich dargestellt.
Stand
der Untersuchungen
In
unseren ersten Untersuchungen wurde zunächst eine
Luzerne-Mix-Fütterung mit einem speziellen
Futterautomaten erprobt. Dabei traten jedoch folgende
Probleme auf: Futterverluste, zu geringe Futter- und
Energieaufnahme, zu niedrige Zunahmen und Endgewichte.
Daraus resultierte die Idee, strukturiertes Futter (z.
B. Heu) mit Getreide, Öl und Melasse zu Futterblöcken zu
pressen. Nachdem ein Hersteller in Deutschland gefunden
wurde, der über die Presstechnik verfügt, wurden nach
unseren Vorgaben die ersten Futterchargen (ursprünglich
in 3 verschiedenen Rezepturen) hergestellt und
eingesetzt, wozu wiederum neue Futterautomaten
entwickelt und erprobt werden mussten. Auch dabei
ergaben sich Probleme, wie Nachrutschen des Futters,
Weite der Gitterstäbe und Futterverluste. Auch waren die
Homogenität und Standardisierbarkeit der Futtermittel
problematisch. Aus diesen Erfahrungen heraus und mit
Unterstützung des Zentralverbandes Deutscher
Rasse-Kaninchenzüchter e. V. wurde ab Mitte 2009 ein
neuer Untersuchungsansatz begonnen. Dabei geht es um die
Optimierung der Zusammensetzung der Futterblöcke
einerseits und die der Funktionstüchtigkeit des
Futterautomaten andererseits und um die Kontrolle der
Auswirkungen von Futter und Fütterungstechnik auf
intensiv gehaltene Tiere in klimatisierten Räumen und
Rassekaninchen bei Außenklimahaltung.
Zielparameter bei den Untersuchungen sind Verluste,
Erkrankungshäufigkeit, Verhalten,
Lebendmasseentwicklung, Futterverbrauch sowie äußerlich
erkennbare Schäden. Weiterhin werden im Sinne einer
grundlagenorientierten Forschung Futteraufnahme,
Kauschläge, pH-Wert im Magen, Darm und Urin,
Darmzottenlänge und Wegstrecken gemessen. Über die
ersten Ergebnisse wurde bereits im Sachstandsbericht
2010 berichtet.
Der grundsätzliche Untersuchungsaufbau besteht im
Vergleich von 3 verschiedenen Fütterungstypen bzw.
Futtermitteln (bzw. in den letzten Durchgängen nur
Pellets im Vergleich zu den Futterblöcken):
a) Heu -
Hafer - Futterrüben ad libitum,
b) Pellets ad libitum,
c) Futterblöcke „Kanin-Struktur".
Wir
konnten statistisch gesicherte Unterschiede in der
Anzahl Kauschläge und der Fressgeschwindigkeit zwischen
den Futterarten (a, b und c) und den Mastabschnitten
nachweisen. Die Fressdauer (pro 0,1 g Futtermittel) war
signifikant länger bei Heu gegenüber
Futterblöcken und Pellets. Ebenso war die Anzahl der
Kauschläge in dieser Reihenfolge unterschiedlich. Mit
zunehmender Haltungsdauer wird die Fressdauer kürzer,
und die Zahl der Kauschläge pro Einheit Futter nimmt ab.
Keine Unterschiede gab es diesbezüglich zwischen den
Geschlechtern und den ausgewerteten Durchgängen. Auch
die Verhaltensuntersuchungen zeigten, dass bei Pellets
die kürzeste und bei der Heufütterung die längste
Futteraufnahmedauer in 24 Stunden auftrat. Es gab keinen
Einfluss des Geschlechts, jedoch Unterschiede zwischen
Mastmitte und Mastende. Alle bisherigen Ergebnisse aus
den vorgestellten Untersuchungen deuten bei aller
gebotenen Vorsicht darauf hin, dass die Futterblöcke ein
kaninchengerechtes Futter darstellen, das zu einer
arttypischen Futteraufnahme führt. Dabei geht es nicht
darum, pelletiertes Futter grundsätzlich als
„Problemfutter" zu kennzeichnen. Die Enteropathie muss
als infektiöse Faktorenkrankheit charakterisiert werden,
zu deren Bekämpfung alle Faktoren von Fütterung,
Haltung, Management und Umwelt zu optimieren sind. Es
wird auch anerkannt, dass enteropathiebedingte Verluste
in sehr gut bewirtschafteten Betrieben niedrig und
beherrschbar sind. Allerdings gibt es nachweislich
international und national, bei der Intensivhaltung wie
auch bei der Rassekaninchenhaltung, viele Betriebe bzw.
Haltungen mit erheblichen gesundheitlichen Problemen.
Nachdem
in mehreren Schritten das neuartige Futter nach unseren
Hinweisen durch unseren Partner - SÜGEMI = Südthüringer
Getreide und Mischfutter GmbH (Themar) - weiter
entwickelt wurde, ist das Futter unter der
Handelsbezeichnung Kanimax (Kanimax Vollwertfutter als
Brikett für alle Haltungsformen im 25kg-Karton) im
Handel (Informationen dazu sind auf der Homepage von SÜGEMI - im Online-Shop www.futtertrend.de verfügbar.
Die Ergebnisse der letzten Untersuchungen ergaben
bezüglich Kanimax 2 nahezu identische Ergebnisse
bezüglich der Gewichtsentwicklung wie bei der
Pelletfütterung. Nach Umstellung auf Kanimax 3 mit
höherem Energiegehalt war die Gewichtsentwicklung etwas
geringer als bei den mit Pellets gefütterten Kaninchen,
so dass hier Ansätze für die weitere Optimierung des
Futters durch SÜGEMI gegeben sind (s. Abb.)

Die Sterblichkeit - darunter die enteropathiebedingte -
beim Einsatz der Futterblöcke war deutlich geringer -
bei einem insgesamt viel niedrigeren Niveau als zu
Beginn unserer Untersuchungen (s. Abb.):

Den
erreichten Erkenntnisstand werden wir in Vorträgen und
Postern auf der 1 7. Internationalen Tagung über Haltung
und Krankheiten der Kaninchen, Pelztiere und Heimtiere
am 1 1. und 12. Mai 201 1 präsentieren.
Gießen,
den 1 1 .3.201 1 Prof. Dr. Steffen Hoy
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Das Copyright dieses Textes liegt bei den
Verfassern |
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Thema: ZDRK Standardinformationen 2011 |
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Pasteurellen bei Zucht- und Mast
Die
Standard-Fachkommission des ZDRK informiert
Die
Standard-Fachkommission des ZDRK hat bei ihrer
Sitzung am 27. Januar 2011 anlässlich der 23.
Bundes-Rammlerschau in Rheinberg unter anderem
Standardergänzungen und Neuerungen bei den
Neuzüchtungen beschlossen. Hier die wichtigsten
Informationen:
1.
Ergänzungen zur Bewertung von Häsinnen mit
Jungtieren:
In
Übereinstimmung mit der
Zuchtvorschrift/Zuchtempfehlung für die
spalterbigen Rassen (Standard 2004, Seite 9)
erhalten die Hinweise zur Bewertung von Häsinnen
mit Jungtieren (Seite 13) folgende Fassung:
„Häsinnen mit Jungtieren werden nach ihrem
Gesamteindruck bewertet und ohne Hilfspunkte
nach den obigen Wertnoten beurteilt. Gemeldet
werden können:
A)
Häsin mit mindestens drei Jungen bei
Zwergwiddern, Zwergschecken, Hermelin,
Farbenzwergen, Zwerg-Satin, Zwerg-Rexen,
Zwergfuchskaninchen, den Zeichnungsrassen der
Klassen 2 und 6 sowie den Mantelschecken und
spalterbigen Rassen (Marderkaninchen, Siamesen)
der Klassen 3, 5 und 6;
B) Häsin mit mindestens vier Jungen bei
allen anderen Rassen.
Die Wertnote ist unabhängig von der Anzahl der
ausgestellten Jungen, sofern die vorstehende
Mindestforderung erfüllt ist. Sichtbar schwere
Fehler bereits bei einem Jungtier mindern die
Wertnote. Bei den spalterbigen Rassen bleiben
die nicht standardgemäß gefärbten oder
gezeichneten Jungtiere (z. B. homozygote
Dunkelmarder, Dunkelsiamesen oder seh wach
gezeichnete bzw. Dunkelschecken)
unberücksichtigt, sofern die oben
vorgeschriebene Mindestzahl standardgemäßer
Jungtiere erreicht ist. Sofern das Muttertier
homozygot ist (z.B. Russenfarbige, Dunkelmarder
oder Dunkelschecken), erfolgt die Bewertung nach
dem Gesamteindruck in den Positionen l bis
3...."
2.
Hinweis zu Ummeldungen bei
Zuchtgruppenwettbewerben
Auf
Anfrage wird der Passus zur Nachmeldung eines
Elterntieres (Standard 2004, Seite 16,
drittletzter Absatz) zwecks Klarstellung wie
folgt ergänzt: „Wird bei einer Zuchtgruppe 2 im
Rahmen der Ummeldung der Einsatz eines
Elterntieres notwendig, so steht es an der
Stelle des Tieres, das es ersetzt. Die
Zuchtgruppe ist als Zuchtgruppe l zu bewerten,
sofern die drei Nachkommen aus einem Wurf sind."
3.
Beschlüsse zu den Neuzüchtungen nach Ablauf der
Sperrfrist
Wie bereits dem Bericht über die Neuzüchtungen
bei der 23. Bundes-Rammlerschau 2011 in
Rheinberg (vgl. Ausgabe 5/6/2011, Seite 78 bis
85) zu entnehmen war, wurden anlässlich dieser
Zusammenkunft wichtige Entscheidungen nach
Abschluss der Zulassungssperrfrist getroffen.

Klick
Tabelle für Großansicht.
a)
Streichung von Neuzüchtungen Die Holländer,
japanerfarbig blau-gelbweiß, und die
Farbenzwerge, gescheckt thüringerfarbig-weiß,
mit Mantelzeichnung wurden entsprechend AAB § 4
aus der Genehmigungsliste gestrichen, da in der
fünfjährigen Erprobungsphase sowohl in der
Qualitätsentwicklung als auch hinsichtlich der
Verbreitung keine Fortschritte festzustellen
waren und die Ausstellungsaktivität auf den
Bundesschauen minimalen Anforderungen nicht
genügte. Die bisher erteilten
Züchtungsgenehmigungen erlöschen mit sofortiger
Wirkung.
b)
Anerkennung als Rasse bzw.
Farbenschlag zum 1. Oktober 2012 Die
Mecklenburger Schecken, wildfarben-, dunkelgrau-
und eisengrau-weiß, sowie die Großen
Marderkaninchen, blau, als zweiter Farbenschlag
der GrM und die Zwergfuchskaninchen, gelb, als
weiterer Farbenschlag der farbigen ZwFu werden
aufgrund der bei den Bundesschauen
nachgewiesenen positiven qualitativen und
quantitativen Entwicklung zum Ende des nächsten
vollständigen Zuchtjahres anerkannt. Bei den GrM
und ZwFu dient die Anerkennung gleichzeitig der
Sicherung einer breiteren Zuchtbasis für den
Rassetyp. Die Farbenzwerge, gescheckt
schwarzweiß und blau-weiß, mit Mantelzeichnung
werden ebenfalls anerkannt, weil Qualitäts- und
Breitenentwicklung die Bedingungen zur Aufnahme
in den Standard erfüllt haben. Die
Nachzuchttiere dieser Farbenschläge werden bis
zum 30. September 2012mit „N" tätowiert, aber ab
1. Oktober 2012 in der Aug. Abteilung mit
Punkten bewertet. Auch die Hasenkaninchen,
lohfarbig schwarz, sollen zum genannten Datum
anerkannt werden, allerdings nur unter der
Voraussetzung, dass zur 30. Bundesschau 2011 in
Erfurt bei einem deutlich höheren Anteil der
ausgestellten Tiere der Nachweis erbracht wird,
dass die Brustlohe normalen Anforderungen an die
Rumpfzeichnung genügt. Die Vorschriften zur
Kennzeichnung und Bewertung sind dann
entsprechend anzuwenden.
c)
Belassung im Anerkennungsverfahren
Für die übrigen bisherigen Neuzüchtungen wurde
eine letzte Bewährungsfrist von drei Jahren bis
zur 31. Bundes-Kaninchenschau 2013 in Karlsruhe
beschlossen. Wenn in diesem Zeitraum die
Anerkennungsbedingungen nicht erfüllt werden,
erfolgt die Streichung aus der
Genehmigungsliste.
d)
Zulassung neuer Neuzüchtungen
Als weitere Neuzüchtungen werden mit sofortiger
Wirkung die Kleinschecken, wild-farben-weiß, und
die Löwenköpfchen, rhönfarbig, zugelassen, da
alle Zulassungsbedingungen erfüllt wurden. Die
Landesverbände können ab sofort
Züchtungsgenehmigungen erteilen.
PETER
MICKMANN, VORSITZENDER DER
STANDARD-FACHKOMMISSION DES ZDRK,
UND WALTER HORNUNG, REDAKTION

Diese
und weitere Informationen stehen auch als Pdf
Datei in der
FRKZ-Datenbank zur Info der Mitglieder im
Verein zur Verfügung.
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Thema: Neuzuchtinformationen der ZDRK Standardkommission |
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Fazit und Ausblick
Das Moratorium von 5 Jahren ohne Zulassung neuer Neuzüchtungen ist nun zu Ende. Es sollte der Klarstellung dienen, welche Neuzüchtungen den Anforderungen eines geordneten Zuchtbetriebs für eine Anerkennung und Aufnahme in den Standard standhalten können und bei welchen eine weitere Geduldsfrist nicht sinnvoll ist. Ob sich der 2005 verabschiedete Zulassungsstopp rückblickend als sinnvoll erweist oder nicht, darüber wird man wohl weiterhin trefflich streiten können, denn eine klare Entscheidung konnte bei noch längst nicht allen Kandidaten getroffen werden. Für 6 Rassen bzw. Farbenschläge wurde sozusagen eine letzte Gnadenfrist von 3 Jahren bis zur übernächsten 31. Bundesschau 2013 in Karlsruhe gewährt.
Hier noch einmal in Kurzform die Beschlüsse, die im engsten Kontakt mit dem Referenten für Zucht- und Schulungswesen im ZDRK getroffen wurden:
1. Sofortige Streichung mangels Entwicklung der Qualität und Verbreitung:
- Holländer, japanerfarbigblau-gelb-weiß, und
- Farbenzwerge, gescheckt thüringerfarbig-weiß.
2. Anerkennung zum 1. Oktober 2012:
• Mecklenburger Schecken, wildfarben-, dunkelgrau- und eisengrau-weiß,
• Große Marderkaninchen, blau,
• Farbenzwerge, gescheckt schwarz- und blau-weiß,
• Zwergfuchskaninchen, gelb,
• Hasenkaninchen, lohfarbig schwarz, mit Auflage.
3. Verlängerung des Anerkennungsverfahrens um drei Jahre:
• Champagne-Silber,
• Mecklenburger Schecken, thüringerfarbig-weiß,
• Zweigschecken, thüringerfarbig-weiß,
• Farbenzwerge, gescheckt wildfarbenweiß, Satin-Rhön, Schwarzgrannen-Rexe
Die unter 2. aufgeführten 8 Rassen/Farbenschläge werden zunächst weiterhin mit „N" tätowiert und stehen in Erfurt dann zum letzten Mal in der Neuzuchtabteilung, für die es bekanntlich keine Meldezahlbegrenzung gibt. Wenn die „Lohhasen" dort so auftreten, wie man erwarten darf, wird die Liste der anerkannten Rassen und Farbenschläge, die im Moment bei 396 steht und am 1.Oktober 2011 um die Zwerg-Satin, rot, erweitert wird, nach dem 1. Oktober 2012 die 400er-Grenze überschreiten und die stattliche Zahl von 405 anerkannten Varianten erreichen.
In der Liste der weiterhin zugelassenen Neuzüchtungen stehen also immer noch solche, die sich im 11. oder gar 15. Jahr der Erprobung befinden, und dies trotz des Beschlusses aus dem Jahre 2003, dass „Neuzüchtungen, welche die zahlenmäßigen und qualitativen Forderungen nach 8 Jahren nicht erfüllen, als Rasse nicht anerkannt werden können und aus der Liste der Neuzüchtungen herauszunehmen sind".
Wer hier den Vorwurf der restriktiven Handhabung bei der Zulassung von Neuzüchtungen erhebt, der sollte die fachlich-genetischen Argumente im Fazit über die 29. Bundesschau 2009 in Karlsruhe (Ausgabe 5/6/2010, S. 43) noch einmal mit Verstand nachlesen. Weiterhin gilt das oberste Gebot der Bewahrung, Sicherung und nachhaltigen Nutzung der bestehenden Genreserven als wichtiges Kulturgut. Es gilt aber auch der Grundsatz, dass Neues gefördert wird, wo es sich anbietet. Doch wo sich nichts bewegt, kann auch nichts verbessert werden.
Die Bereinigung der Liste der Neuzüchtungen hat natürlich auch die Zulassung neuer Neuzüchtungen/Nachzüchtungen möglich gemacht. Wider Erwarten lagen trotz vollmundiger Ankündigungen keine verwertbaren Anträge von Züchtern der Blauen Holicer und Genier Bartkaninchen vor.
Währenddessen haben andere Zuchtfreunde eher im stillen Kämmerlein solide Teamarbeit geleistet und bereits zur Sitzung der Fachkommission in Rheinberg alle Voraussetzungen für eine Zulassung erfüllt. Es sind dies die Züchter der Kleinschecken, wildfarben-weiß, und der Löwenköpfchen, rhönfarbig.
Für Erstere konnten bereits 9 Züchtungsgenehmigungen in 3 Landesverbänden erteilt werden, für Letztere standen 7 Züchtungsgenehmigungen in 5 Verbänden an. Hoffnungsvolle Neuanfänge sind damit gestartet. Nur die Zukunft kann zeigen, ob sie den Weg des Erfolgs einschlagen. So bleiben die Neuzüchtungen weiterhin ein wichtiger Indikator für die Lebendigkeit und Innovationskraft unserer Freizeitgestaltung. Nur wer rastet, der rostet!
Walter Hornung - Redaktionsleiter ZDRK Standardkommission
Es ist bereits in die Wege geleitet, dass sowohl die in Nummer 7/2011 erscheinenden offiziellen Informationen nebst der aktuellen Tabelle der zur Zeit zugelassenen Neuzüchtungen, als auch der Artikel selbst auf der Homepage des ZDRK und in der Lehrschrift 2011 des ZDRK veröffentlicht werden.
(Wir bedanken uns bei Walter Hornung für die offizielle Genehmigung der Veröffentlichung seines Beitrages)
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Thema: Kaninchensyphilis (Spirochätose) |
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Kaninchensyphilis (Spirochätose)
Die Kaninchensyphilis ist eine bakterielle Infektion bedingt durch Treponema cuniculi. Treponemen sind spiralförmige Stäbchenbakterien oder Spirochäten, die zwar grundsätzlich in verschiedenen Gattungen auch bei Menschen vorkommen können, nicht jedoch die Gattung Treponema cuniculi. Bei Menschen wird Syphilis durch die Gattung Treponema pallidum verursacht. Aufgrund einer Reihe klinischer und epidemiologischer Ähnlichkeiten wird die Bezeichnung Kaninchensyphilis verwendet.
Treponemen sind hochkontagiös, d.h. sie verbreiten sich sehr schnell von Tier zu Tier und werden in erster Linie durch den Deckakt (Genitalinfektion, „Deckseuche“) übertragen, in geringem Ausmaß auch durch Bissverletzungen oder Belecken. So ist auch das häufige Auftreten der Kaninchensyphilis bei Jungtieren zu erklären. Durch das Belecken des erkrankten oder sogar nur latent infizierten Muttertieres wird der Erreger schon in den ersten Lebenstagen oder -wochen auf die Jungtiere übertragen.
Die Inkubationszeit beträgt Wochen bis Monate, so dass Kaninchen aller Alterstufen erkranken können. Erste deutliche klinische Anzeichen sind entzündlich bedingte Rötungen und Schwellungen der Vulva (der Scham) bzw. des Präputiums (der Vorhaut) sowie der Penisschleimhaut. Die befallene Haut sondert in der Folge schleimig-wässrige bis schleimig-eitrige Sekrete ab. Im weiteren Krankheitsverlauf bilden sich an den befallenen Hautpartien tiefer in die Haut eindringende, hirse- bis reiskornähnliche Knötchen, die geschwürartig aufplatzen und im Reparationsversuch der Haut immer wieder krustig verschorfen, dabei jedoch wieder erneut aufbrechen. Durch Belecken dieser stark juckenden und gereizten Anogenitalregion infiziert sich das Kaninchen besonders die Hautpartie der Raphe (Hasenscharte), die Lippen, die Augenlider, das Gesäuge sowie auch andere Körperpartien (Schmierinfektion). Durch Staphylokokken und Nekrobazillen kommt es in der Folge zu bakteriellen Superinfektionen mit weiter aufsteigenden Entzündungen sowie Septikämie (Blutvergiftung) mit Todesfolge.
Das typische klinische Bild der Hautveränderungen und die Verteilung der Entzündungsherde an den entsprechenden Körperstellen führen leicht zu der Diagnose Kaninchensyphilis. Ein Erregernachweis ist in der Dunkelfeldmikroskopie möglich, spielt jedoch in der Praxis keine Rolle. Für die Therapie der Kaninchensyphilis/Spirochätose gilt die parenterale Applikation von Penicillin als das erste Mittel der Wahl und stellt somit eine der wenigen Indikationen für den Einsatz von Penicillin-Präparaten bei Kaninchen dar, die eine gleichzeitige Verabreichung eines Probiotukums zum Schutz der Darmflora erfordert.
In der Literatur werden empfohlen:
Ampicillin 10 mg/kg KGW 1 x tägl. s.c. über 5 – 6 Tage oder Amoxicillin 15 mg/kg KGW 1 x tägl. s.c. über 5 – 6 Tage (EWRINGMANN: Leitsymptome beim Kaninchen, Enke Verlag).
Nach eigener Erfahrung kann auch ein Depot-Penicillin-Streptomycin (Veracin-comp., Fa. Albrecht) verwendet werden in einer Dosierung von 16.000 I.E. Penicillin und 24.000 I.E. Streptomycin pro kg KGW alle 3 Tage s.c., wobei je nach Schwere und Ausbreitung der Erkrankung 2 bis 3 Behandlungen nötig sind. Die gleichzeitige Gabe des Probiotikums noch bis 5 Tage über die Behandlung hinaus sorgt in der Regel für eine unbeeinträchtigte Verdauung. Eine orale Penicillin-Gabe ist bei Kaninchen grundsätzlich zu vermeiden, da durch diese Antibiotika die gram-positive Darmflora abgetötet wird, wodurch sich lebensbedrohliche Durchfälle ergeben können.
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Thema: Getrocknete Futtermittel |
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Wir möchten Euch in dieser neuen Rubrik von
Fachforum Rassekaninchenzucht immer mal wieder auf gute Angebote,
Aktionen und Einkaufsmöglichkeiten im Web aufmerksam machen. Den Auftakt
macht heute ein Anbieter bei dem man sein Futterzusätze selber mischen
kann. Weiterhin bietet er auch jede Menge getrocknete Kräuter, Blüten,
Früchte und Gemüse für unsere Rassekaninchen an. Bei einem Einkauf bei
diesem Anbieter unterstützt Ihr Fachforum Rassekaninchenzucht und
sichert somit auch den Fortbestand des Forums. Wir erhalten ein paar
Cent an Provision durch Euren Einkauf welcher zu .100 % in das Forum
fließt. Ihr erreicht diesen Anbieter über nachfolgendes Banner.

Danke für Euer Interesse
FRkz - Redaktion
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Thema: 131_Jugendarbeit im Verein |
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Neue Seite 2
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Jugendarbeit ist ein wichtiger Bestandteil in den
Rassekaninchenzuchtvereinen des ZDRK. In unserer Organisation wird
über das ganze Jahr hinweg sehr viel über Jugendarbeit gesprochen.
Dies sollte aber nicht nur daraus bestehen, recht viele Tiere auf
die Kinder und Jugendlichen zu tätowieren, um die Statistiker bei
Laune zu halten. Viel wichtiger ist es, den Kindern die
Rassekaninchenzucht in spielerischer Art und Weise näher zu bringen.
Doch um überhaupt Jugendarbeit betreiben zu können, müssen erst
einmal Jugendliche vorhanden sein. In einigen Vereinen ist dies
schon seit je her so, andere Vereine hingegen haben leider keine
eigene Jugendabteilung.
Was also tun, um überhaupt eine Jugendgruppe gründen zu können bzw.
um Jugendliche an das Hobby Rassekaninchenzucht heranzuführen? Um
Kinder und Jugendliche an den Umgang mit den Tieren heranzuführen,
ist es wichtig das Interesse an der Tierzucht zu wecken bzw. zu
fördern. Das dies in der heutigen Zeit, wo es Playstation, Internet
und Co. gibt, bestimmt nicht leicht ist Jugendliche für die
Tierzucht zu begeistern ist klar, doch einen Versuch ist es allemal
wert. Sicherlich gibt es verschiedene Arten der „Jugendgewinnung“.
Eine Möglichkeit bietet da zum Beispiel ein Besuch in einer Schule
oder Kindergarten.

Dort kann man den Jugendlichen die unterschiedlichen Rassen
vorstellen, ihnen die verschiedenen Körperformen unserer Kaninchen
zeigen und erklären. Auch kann man Tipps für die heimischen
Schmusetiere geben und auf Fragen zur Haltung, Pflege und der
Kaninchenzucht im Allgemeinen eingehen. Meine persönliche Erfahrung
hat gezeigt, dass sich auch Kindergarten Kinder schon sehr für das
Tier interessieren, und mit viel Interesse die verschiedenen Rassen
bestaunen. Natürlich ist ein solcher Besuch kein Garant dafür Kinder
bzw. Jugendliche für die Rassezucht zu gewinnen, doch wenn auch nur
1 oder 2 Jugendliche durch solche Besuche gewonnen werden können,
ist dies ein voller Erfolg.
Ist eine Jugendgruppe im Verein vorhanden, muss man den Jugendlichen
auch sorgfältig und fachlich zur Seite stehen. Dies bedeutet dass
man den Jugendlichen bei allem zur Seite steht, was mit der
Rassekaninchenzucht zusammen hängt. Angefangen bei dem Bau einer
Stallanlage, wo man neben der tatkräftigen Unterstützung, dem
Jugendlichen auch verständlich erklärt, dass neben den Tierschutz
und baurechtlichen Vorgaben auch auf den Standort und die Größe der
Stallungen geachtet werden muss. Man erklärt den Jugendlichen, dass
die Tiere gut gegen direkte Sonneneinstrahlung, aber auch gegen
Zugluft geschützt sein müssen. Selbstverständlich ist auch, dass wir
dem Jugendlichen bei der Rassewahl, die auch beim Bau einer
Zuchtanlage zu berücksichtigen ist, sowie bei der
Zuchttierbeschaffung behilflich sind.
Da es in der heutigen Zeit leider nicht mehr überall möglich ist,
Stallanlagen zu bauen, bzw. Kaninchen zu halten, sollten wir auch
hier eine Möglichkeit finden, den Jugendlichen den Einstieg in die
Rassezucht zu ermöglichen. Dies kann zum Beispiel durch einen
„Paten“ geschehen, der dem Jugendlichen die Möglichkeit gibt, einen
Teil seiner eigenen Stallungen zu benutzen. Dies hätte auch den
Vorteil, dass immer ein erfahrener Züchter in der Nähe wäre, der dem
Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite stehen kann. In eigens, für
die Jugend angesetzten Versammlungen, sollte man auch
Tierbesprechungen abhalten in denen man auf die Rasse der
Jugendlichen eingeht. Aber auch Themen wie zum Beispiel das
Schaufertig machen unserer Tiere sollte auf diesen Versammlungen
besprochen und in der Praxis, sprich am Tier, gezeigt und geübt
werden.

Zum Fachbeitrag "Die Rassekaninchenschau"
  
Doch egal welches Thema eine solche Jugendversammlung hat, man
sollte auf jeden Fall das Alter der Jugendlichen berücksichtigen und
die Versammlung dementsprechend „Locker“ abhalten. Den bei zu viel
„grauer“ Theorie kann der Jugendliche schnell die Lust an der
Tierzucht verlieren. Je nach Alter der Jugendlichen kann man auch
einen Wandertag organisieren, bei dem den Jugendlichen die
verschiedenen Pflanzen und Kräuter gezeigt und erklärt werden, die
unsere Kaninchen fressen dürfen. Auf diese Art kann man mit viel
Spaß noch Wissen vermitteln. Der Abschluss eines solchen Wandertages
kann beispielsweise ein Grillfest oder ein gemeinsamer Schaubesuch
sein, auf der man dann noch die Fehler, der dort zur Schau
gestellten Tiere, bespricht und auch dadurch den Wissensstand der
Jugendlichen wieder steigern kann. Wo wir gerade bei
Schaubesuchen sind, die heimischen Lokal,- Club,- und Kreisschauen,
bieten sich, auf Grund der Nähe, natürlich sehr für gemeinsamen
Besuche mit den Jugendlichen, an. Doch sollte man mit den
Jugendlichen auch überregionale Veranstaltungen wie zum Beispiel
Landes,- und Bundesschauen besuchen. Den auf diesen Schauen kann man
viel besser die Rassevielfalt unserer Tiere sehen und bestaunen.

Um den Wissenstand der Jugendlichen zu erhöhen kann man aber auch
Spiele benutzen, bei denen das Wissen der Jugendlichen gefragt ist
und gesteigert wird. Es bietet sich auch an etwas mit den
Jugendlichen zu unternehmen, was nichts mit der Rassekaninchenzucht
zu tun hat. Beispiele für solche Unternehmungen könnten ein
Schwimmbad Besuch, ein Zeltlager oder auch ein Kinobesuch sein.
Durch solche, nichts mit der Rassekaninchenzucht zu tun habenden,
Aktivitäten wird das Zusammengehörigkeitsgefühl der Jugendlichen
gefördert und gestärkt.
Eine Bereicherung der Jugendarbeit sind auch die durch
Landesverbände und Zentralverband angebotene Zeltlager oder Treffen.
Unser Hobby, die Rassekaninchenzucht, bietet aber auch den
Jugendlichen, die aus Platzgründen zum Beispiel keine Rassekaninchen
züchten können, eine Möglichkeit bei uns in den Vereinen eine
sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu finden. Denn mit nur einem
Kaninchen schon kann man die in unseren Jugendgruppen immer
beliebter werdenden Kaninchen bezogene Beschäftigung mit dem Tier,
Kaninhop, praktizieren.

Doch
ganz egal ob mit mehreren Tieren als Züchter oder mit einem Tier für
Kaninhop, gestaltet man den Jugendlichen das Vereinsleben
abwechslungsreich und Interessant, so kann man hoffen, dass sie der
Rassekaninchenzucht treu bleiben und eventuell in die Senioren
Abteilung wechseln.

Wir bedanken uns bei Holger Jeschke für
diesen Fachbeitrag. Bilder stellten uns Holger Jeschke und Fachforum
Rassekaninchenzucht zur Verfügung. |
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Thema: Rassekaninchen des Jahres 2011 |
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Aktion „Rassekaninchen des Jahres“
ZEHN RASSEN STEHEN ZUR WAHL
Es ist wieder soweit, in Kürze startet die Wahl zum Rassekaninchen des Jahres, die auch in diesem Jahr wieder durchgeführt wird. Hierfür wurde auch in diesem Jahr wieder eine gesonderte Internetseite eingerichtet, die unter „www.rassedesjahres.zdrk.de“ erreicht werden kann. Zur Wahl stehen die jeweils mit einer Kurzbeschreibung unten aufgeführten zehn Rassen.
ABLAUF DER WAHL
Die Wahl läuft von Samstag, 29. Januar, bis Montag, 28. Februar, dieses Jahres. Gewählt werden kann entweder an den beiden Tagen der 23. Bundes-Rammlerschau in der Messe Niederrhein in Rheinberg (Stimmkarten können am ZDRK-Infostand oder am Stand des HK-Verlages abgegeben werden) oder per Post über die Fachpresse, Redaktion Kaninchenzeitung“, HK-Verlag, Dirk Wortmann, Redaktionsbüro Reutlingen, Burkhardt + Weber-Straße 69, 72760 Reutlingen (Datum des Poststempels ist entscheidend) oder über die Internetplattformen (Wahl im Internet bis 0 Uhr). Die Internetplattformen, die diese Aktion unterstützen bzw. mitgestalten, setzen einen Banner auf ihre Homepage, der auf die Aktion hinweist.
Um zu verhindern, dass von einem Wähler mehrfach abgestimmt wird, ist für die Wahl über das Internet die E-Mail-Adresse entscheidend, über die jeweils nur einmal abgestimmt werden kann. Alle Stimmen, die über das Internet abgegeben werden, laufen beim Webmaster des ZDRK, Michael Lederer, zusammen. Nach Ende der Aktion werden die abgegebenen Stimmen sowohl in der Redaktion der Fachpresse als auch vom Webmaster des ZDRK ausgezählt.
Nachdem das Ergebnis in der Fachpresse veröffentlicht wurde, wird dann zeitgleich auch von den Internetplattformen das Ergebnis bekannt gegeben.
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT
Die Wahl zum Rassekaninchen des Jahres ist fast schon zur Tradition geworden und das Ergebnis soll auch in diesem Jahr wieder verstärkt zur Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt werden. Das Rassekaninchen des Jahres soll nicht nur eine Öffentlichkeitsarbeit nach innen, sondern auch wieder nach außen sein. Zeitgleich mit der Veröffentlichung des Ergebnisses in der Fachpresse und auf den Internetseiten wird die gewählte Rasse an die Medien gegeben (z.B. Deutsche Presseagentur, Redaktionen von Fachzeitschriften für Hobbytiere, Rundfunk-
und Fernsehredaktionen usw.). Hierdurch soll auch in diesem Jahr wieder intensiv Werbung für die Rassekaninchenzucht auch außerhalb der Rassekaninchenzüchter gemacht werden, um die Akzeptanz für unser Hobby weiter zu erhöhen bzw. um auch eventuell neue Mitglieder für die Organisation zu gewinnen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass nicht der ZDRK das Rassekaninchen des Jahres festlegt, sondern diese Rasse von einer sehr breiten Mehrheit gewählt wurde. Ich bin deshalb sehr dankbar, dass neben der Fachzeitung „Kaninchen“ auch die großen Internetplattformen diese Aktion wieder unterstützen.
Im letzten Jahr war von vielen Züchtern der Wunsch geäußert worden, nachdem in der Vergangenheit die weniger gezüchteten Rassen im Vordergrund standen, nun die starken Rassen zu nehmen und zur Wahl zu stellen. Dies wurde von einem Teil der Züchterschaft begrüßt, ein anderer Teil kritisierte jedoch, dass diese Rassen zu stark verbreitet sind und nicht dem Sinn einer Wahl zur Rasse des Jahres entsprechen. Vom ZDRK-Referenten für Schulung und Zuchtwesen, Bernhard Große, wurden für die bevorstehende Aktion diesmal zehn Rassen benannt, die er nach dem Hauptkriterium „Alte Haustierrassen“ gewertet hat. Er hat sich an den Bestandszahlen (maßgebend war die neueste Zuchttierbestandserfassung aus dem Jahr 2009) der Zuchten orientiert, um hier eine möglichst gleiche Startsituation für die Wahl zu ermöglichen. Aus diesem Grund wurde auch keine Langhaarrasse in die Auswahl genommen.
Des Weiteren wurde in der Vergangenheit zum Teil auch die große Zahl der zur Wahl stehenden Rassen kritisiert. Gefordert wurden zum Teil anstatt der bisher 24 Rassen nur noch sechs Rassen. Mit dieser nun vorliegenden Auswahl von jetzt zehn Rassen sollten nun eigentlich alle Wünsche berücksichtigt worden sein. Die entsprechenden Fotos kommen von der Redaktion des HK-Verlages. Michael Lederer hat wieder die Feinarbeiten übernommen und schaltet zum Start die Online-Formulare zur Wahl auf der gesonderten Homepage frei. Hier wird dann auch ein Pressetext für alle Internetportale bereitgestellt.
Kurzbeschreibungen der zur Wahl stehenden Kaninchenrassen
Deutsche Riesenschecken schwarz-weiß:
Hierbei handelt es sich um eine große Rasse mit einem Idealgewicht von über 6,0 kg, deren Eigenart die durch eine Mutation hervorgerufene Punktscheckung ist. Die Punktscheckung am Kopf besteht aus der Kopfzeichnung mit den schwarzen Ohren, dem Schmetterling, Augenringen sowie den Backenpunkten. Die Rumpfzeichnung besteht aus dem sogenannten Aalstrich sowie den Seitenpunkten.
Bereits 1907 wurde in Sachsen der erste Deutsche-Riesenschecken-Club gegründet.
Deutsche Widder wildfarben
Bereits 1910 wurde der Widder-Typ, der durch aus Einkreuzungen mit dem französischen Widder entstand, in verschiedenen Farben gezüchtet. Seit 1933 hat diese Rasse den Namen „Deutsche Widder“. Bedingt durch die fleischigen Hängeohren und der blockigen Körperform ist diese mindestens 5,5 kg schwere Rasse ein Zuschauermagnet auf unseren Schauen.
Großchinchilla
Diese Rasse, deren besondere Eigenart die schwarze Schattierung der silbrigen Deckfarbe in Verbindung mit einem weißen Kranz, der Zwischenfarbe sowie der blauen Unterfarbe ist, entstand ursprünglich aus einer Mutation. 1920 kamen die ersten dieser im Idealgewicht über 4,5 kg schweren Tiere nach Deutschland. Ursprünglich waren die Chinchillakaninchen sowohl als Fell- als auch als Fleischrasse sehr hoch angesehen.
Schwarze Wiener
Die Literaturangaben der schwarzen Wiener sind sehr dürftig. Die Rasse ist offenbar als Nebenprodukt der Rassezucht entstanden. Bereits 1925 sind die ersten „Alaskaschwarzen“ Tiere mit den Typeigenschaften der „Rasse des Jahres 2010“, dem blauen Wiener, ausgestellt worden. Das Idealgewicht von über 4,25 kg als Wiener-Typ, in Verbindung mit dem glänzend schwarzen Fellhaar, macht den Reiz dieser Rasse aus.
Havanna
Bereits 1909 wurden die Tiere erstmals in Leipzig der Öffentlichkeit gezeigt. Der Ursprung dieser Rasse mit der braunen Fellanlage liegt vermutlich in Frankreich. Das glänzende Fellhaar in Verbindung mit einem gedrungenen Körper und einem markanten Kopf ist das Besondere an dieser über 3,25 kg schweren Rasse.
Perlfeh
Diese über 2,5 kg schwere blauwildfarbene Rasse mit einer feinen Perlung wurde Anfang der 20er Jahre in Deutschland herausgezüchtet. Pate soll bei der Herauszüchtung dieser Rasse das „Sibirische Eichhörnchen“ gewesen sein, dessen Fell sehr wertvoll war. Mit der Erzüchtung der Perlfeh wollte man etwas Identisches schaffen. Neben der Perlfeh-Farbe zeichnet sich diese Rasse durch eine sehr hohe Fellqualiät aus.
Kleinsilber blau
Die Kleinsilber waren bereits im ersten Deutschen Standard von 1880 genannt. Da die Rasse nicht als Wirtschaftsrasse eingestuft war, verschwand sie während des 2. Weltkrieges fast vollständig, so dass vor allem auch die Kleinsilber blau neu erzüchtet wurden. Heute haben sie einen sehr hohen Zuchtstand und sind mit ihrem Idealgewicht von über 2,5 kg eine sehr beliebte Rasse.
Holländer schwarz-weiß
Die Holländer-Kaninchen, eine kleine Rasse mit einem Idealgewicht von über 2,5 kg, sind im Standard in elf verschiedenen Farbenschlägen zugelassen. Der am häufigsten anzutreffende ist der schwarz-weiße Farbenschlag. Die attraktive Rasse mit der Plattenscheckung wurde bereits 1890 nach Deutschland importiert. Schon im Jahre 1401 wurden Kaninchen mit einer Plattenscheckung von verschiedenen Malern auf Gemälden verewigt und speziell das Holländerkaninchen ist aufgrund seiner markanten Zeichnung das „Wappentier“ zahlreicher Kaninchenzuchtvereine und -verbände.
Hermelin Blauaugen
Dieses Zwergkaninchen mit einem Idealgewicht über 1,1 kg ist seit 1918 bekannt. In den vergangenen Jahren hat diese Rasse einen Boom in der Zucht erlebt, die Zucht und Ausstellungsqualität steht hinter den Hermelin Rotaugen nicht mehr zurück. Besonders der gedrungene, walzenförmige Körper mit dem dicht am Rumpf sitzenden Kopf mit den blauen Augen stellen den Reiz dieser Rasse dar.
Weiß-Rexe Rotaugen
1925 kamen die ersten Rexkaninchen nach Deutschland. Eigenart dieser Rasse ist das samtig kurze Fellhaar mit einer Länge von ca. 17- 20 mm. Die Weiß-Rexe Rotaugen sind eine Rasse mit einem Idealgewicht von über 3,5 kg, die in den vergangenen Jahren ein recht hohes Zucht- und Ausstellungsniveau erreicht haben.
Wolfgang Elias, Referent für Öffentlichkeitsarbeit im ZDRK
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Thema: Abschied von Melanie Kaczmarek |
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Neue Seite 1
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Melanie Kaczmarek
Wie uns am Wochenende mitgeteilt wurde ist
unser Forenmitglied "Niemka" (Melanie Kaczmarek aus Weeze)
unerwartet verstorben.
In Gedenken
Fachforum Rassekaninchenzucht
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Thema: Neuer Standardtext für die Lohkaninchen |
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Standardtext für die Lohkaninchen (Fassung Kassel 2009)
Lohkaninchen: Bewertungsbestimmungen für die Positionen 5 und 6
5. Rumpfzeichnung
Die lohfarbige Rumpfzeichnung ist scharf abgegrenzt. Die lohfarbige Brustzeichnung ist breit und geht, unter dem Kinn beginnend, zwischen den Vorderläufen hindurch in die Bauchfarbe über. Der Bauch zeigt eine intensive Lohfarbe, entsprechend der unterschiedlichen Deckfarbe der Farbenschläge. Die etwa 2 cm breite Seiteneinfassung am Körper soll ebenfalls stark hervortreten. In gleicher Weise heben sich die Schoßflecken von der Bauchfarbe ab. Die kräftig hervortretenden lohfarbigen Seitenspitzen sollen sich auf 2/3 der Rumpfhöhe am Körper entlang erstrecken und gut abgegrenzt sein. Die Zeichnungsfarbe erfasst auch die Innenseite der Vorderläufe. Die Innenseite der Hinterläufe ist von der Deckfarbe scharf lohfarbig getrennt. An den Vorderläufen treten die lohfarbigen Zehenpunkte deutlich in Erscheinung. Der lohfarbige Genickkeil soll nicht zu groß, leicht abgerundet oder dreieckig und gut abgegrenzt sein.
Leichte Fehler:
Etwas dunkle, verschwommene oder schmale Brustzeichnung. Schwache Brustlohe. Blasse Bauchlohe oder Schoßflecken. Schwache Seiteneinfassung. Ungleich verteilte oder wenig Seitenspitzen. Wenig Lohfarbe auf der Blumenunterseite. Schwache oder verschwommene Vorder- oder Hinterlaufzeichnung. Unschön geformter, langer oder wolkiger Keil.
Schwere Fehler:
Gänzlich dunkle Brust. Völlig fehlende Seitenspitzen oder Seiteneinfassung. Gänzliches Fehlen der Vorder- oder Hinterlaufzeichnung oder des Keiles. Weiße Bauchfarbe. Reinweiße Blumenunterseite.
6. Farbe:
Zugelassen sind die Farbenschläge schwarz, blau, havannafarbig und fehfarbig. Die Deckfarbe ist intensiv ausgeprägt und mit gutem Glanz versehen sowie rein und nicht mit andersfarbigen Haaren durchsetzt; das zart abgetönte, lichte Blau der fehfarbigen Lohkaninchen ist mit einem leicht bräunlichen Schleier überzogen, der an den kürzer behaarten Körperstellen (Kopf, Ohren und Läufen) etwas stärker in Erscheinung tritt. Je intensiver die Deckfarbe, desto ausgeprägter tritt die Zeichnung in Erscheinung. Die Unterfarbe ist blau, bei den fehfarbigen lichtblau, darf jedoch im Bauchbereich nicht durchgängig vorhanden sein. Die Augenfarbe ist bei den schwarzen Tieren braun, bei den blauen und fehfarbigen Tieren blaugrau und bei den havannafarbigen Tieren braun, leicht rot durchscheinend. Die Krallenfarbe ist bei den fehfarbigen hell- bis dunkelhornfarbig, bei den havannafarbigen und blauen dunkelhornfarbig, bei den schwarzen dunkelhornfarbig bis schwarzbraun pigmentiert.
Leichte Fehler:
Geblümte oder melierte Schnauze. Unreiner Kopf. Leicht mit andersfarbigen Haaren durchsetzte Deckfarbe. Weiße Spürhaare im Bereich der Deckfarbe. Angedeutete Zwischenfarbe (außer im Bereich der Seitenspitzen). Schwach pigmentierte Krallen bei den havannafarbigen, blauen und schwarzen Lohkaninchen. Leichter Rostanflug.
Schwere Fehler:
Stark lohfarbige Schnauzpartie. Stark mit weißen oder lohfarbigen Haaren durchsetzte Deckfarbe. Sichtbar weißer Fleck (Büschel) in der Deck- oder Zeichnungsfarbe. Ausgeprägte Zwischenfarbe. Durchgehend blaue Unterfarbe am Bauch. Starke Durchsetzung der Vorder- oder Hinterläufe. Starker Rostanflug. Andere als die vorgeschriebene Augenfarbe. Zweierlei oder pigmentlose (weiße) Krallen.
Diesen neuen Standardtext findet man auch in der FRkz Datenbank als Download.
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Thema: 128_Zweite Lehrschrift des VKSK-1984_Teil 1 |
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Fachforum Rassekaninchenzucht - Neues Wissen neu endeckt
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Teil 1
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Wir wollen heute im Rahmen unserer Serie "Altes Wissen,
neu entdeckt", die zweite Lehrschrift des VKSK der DDR
zur Kaninchenzucht beginnen. Dies wird in mehreren
Teilen erfolgen da diese sehr umfangreich ist und bei
weitem den Rahmen eines normalen Beitrages sprengt.
Beachtet bitte auch das diese Texte aus dem Jahr 1984
stammen und teilweise heute nicht mehr gütig sind.
Dennoch sehen wir in solchen Texten viel lesenswertes
und für die Rassekaninchenzucht auch in unserer heutigen
Zeit mehr als nachahmenswert. Zum Inhalt dieser Serie
geben wir hier nachfolgende Punkte bekannt.
1.Die Zucht von
Kaninchen
1.1.
Zuchtverfahren
1.1.1.
Reinzucht
1.1.1.1. Fremdzucht
1.1.1.2. Inzucht
1.1.1.2.1. Inzuchtformen
1.1.1.2.2. Anwendung
1.1.1.3. Linienzucht
1.1.1.3.1. Linienzucht auf Einzeltiere
1.1.1.3.2. Herauszüchtung von Linien
zur Linienkreuzung
1.1.1.4. Aufzucht
1.1.2.
Kreuzung von Rassen
1.1.2.1. Einfache
Gebrauchskreuzung
1.1.2.2.
Wechselkreuzung
1.1.2.3.
Rotationskreuzung
1.1.2.4.
Veredlungskreuzung
1.1.2.5.
Verdrängungskreuzung
1.1.2.6.
Rassenbildungskreuzung
1.1.2.7. Rassen für
die Kreuzung
1.2.
Selektion
1.2.1.
Selektionsmethoden
1.2.1.1.
Individualselektion
1.2.1.2.
Familienselektion
1.2.2.
Selektionsfortschritt
1.2.3.
Selektion der Jungtiere
1.2.4.
Die Selektion der Zuchttiere
1.2.4.1. Allgemeine
Anforderungen an Zuchttiere
1.2.4.2.
Anforderungen an die Rammler
1.2.4.3.
Anforderungen an die Häsinnen
1.3.
Faktoren, die die Reproduktionsleistungen
beeinflussen
1.3.1.
Physiologische Besonderheiten des Kaninchens
1.3.2.
Jahreszeit
1.3.3.
Haltung und Fütterung
1.3.4.
Kondition der Zuchttiere
1.3.5.
Altersmäßige Zusammensetzung der Zuchtpaare
1.3.6.
Zwischenwurfzeit
1.4.
Organisation der Zuchtarbeit
1.4.1.
Kennzeichnung
1.4.2.
Registrierung der Leistungen der Zuchttiere
. -
1.4.3.
Belegungskalender
2.Die Haltung von
Kaninchen
2.1.
Umweltbedingungen
2.1.1.
Lufttemperatur
2.1.2.
Luftfeuchtigkeit
2.1.3.
Beleuchtung
2.1.4.
Raumbedarf
2.1.5.
Hygienische Bedingungen
2.2.
Haltung der Kaninchen
2.2.1.
Einzelhaltung der Zuchttiere
2.2.2.
Gruppenhaltung von Zuchttieren
2.2.3.
Gruppenhaltung von Jungtieren |
Vorbemerkung
Kaninchenfleisch erfreut sich wegen seines guten
Geschmacks und geringen Fettanteils (6—10 %) großer
Beliebtheit. Darüber hinaus entspricht es allen
Anforderungen an ein Diätnahrungsmittel! aufgrund seiner
hohen Verdaulichkeit sowie des geringen Gehalts an Purin
und Cholesterin. Nach Nikitin eignet es sich besonders
für Kranke und Genesende bei Erkrankungen von Herz,
Leber, Galle, Nieren, Magen und Darm, bei Fettsucht und
Verfettung, bei Diabetes, Blutarmut und Sklerose, bei
Kreislaufstörungen und rheumatischen Beschwerden. Der
großen Nachfrage steht kein entsprechendes Angebot vor
allem an Broiler- bzw. Jungmastkaninchen, d. h. jungen
Kaninchen zwischen 4 und 6 Monaten gegenüber.
Fast .100 % des Kaninchenfleisches, das in den Handel
und zum Export kommt, wird in individuellen Klein- und
Kleinsthaltungen produziert. Dafür werden zwar
Futterreserven, wie Küchenabfälle, Gras von
Straßengräben und Ödland, Unkräuter u. a. für die
Fleischproduktion weitest gehend genutzt, die
züchterischen Reserven der Kaninchen jedoch bei weitem
nicht ausgeschöpft. In diesem Sinne soll dieses Lehrheft
dazu beitragen, neue Möglichkeiten für die Erhöhung der
Produktion von Zucht- und Schlachttieren zu erschließen,
Fragen von Anfängern zu beantworten und Anregungen auch
für den erfahrenen Züchter zu geben sowie Bedenken über
eine stärkere Belastung der Zuchthäsinnen zu widerlegen.
Mit der Erhöhung der Zahl der abgelieferten
Schlachtkaninchen würde auch die Zahl der Kaninchenfelle
für die Verarbeitung ansteigen. Zur Zeit ist in der DDR
ein Gesamtaufkommen von ca. 8 Millionen Fellen zu
verzeichnen, wobei eingeschätzt werden muß, dass
mindestens 5 °/o nicht gewonnen werden, sondern bei
Hausschlachtung in den Müll wandern. Dazu kommt noch ein
gewisser Prozentsatz an nicht fachgerecht bearbeiteten
Fellen, die nur noch zur Leimherstellung verwendet
werden können. Bei Vermeidung dieser Verluste könnten
mehr Felle verarbeitet und darüber hinaus für den Export
zur Verfügung gestellt werden.
1. Die
Zucht von Kaninchen
Unter Zucht ist die
gelenkte, zielgerichtete Paarung von Kaninchen zu
verstehen, die zu einer Verbesserung der Leistungen und
zur Festigung von erwünschten Eigenschaften und
Exterieurmerkmalen führen soll. Jeder Züchter muß sich
daher vor der Verpaarung über das Zuchtziel klar
geworden sein, das sowohl für die einzelnen
Nutzungsrichtungen — Fleisch-, Pell-, Wollproduktion —
als auch für Sport- und Leistungsrassen unterschiedlich
ist. Den Ausgangspunkt bilden hier die Standards für
jede Rasse, die die Anforderungen bezüglich Lebendmasse,
Größe, Körperform und -bau, Fellqualität, Zeichnung bzw.
Abzeichen und Farbe (Deck- und Unterfarbe, Silberung,
Gleichmäßigkeit) detailliert festlegen. Jeder Züchter
muß seine Tiere genau kennen, um geeignete Elterntiere
zur Verpaarung auszuwählen, die beste Erbanlagen
mitbringen und sie auch an die Nachkommen weitergeben.
Nur dann wird er auch in der Lage sein, das jeweils am
besten geeignete Zuchtverfahren anzuwenden.
1.1, Zuchtverfahren
Bei der Zucht können
verschiedene Zuchtverfahren verwendet werden, wobei
sowohl Reinzucht als auch Kreuzungen je nach
Aufgabenstellung ihre Berechtigung haben.
1.1.1.
Reinzucht
Als Reinzucht wird die
Verpaarung von Tieren einer Rasse zur Erhaltung dieser
Population, zur Erhöhung der Reinerbigkeit (Homozygotie)
und Verminderung der Spalterbigkeit (Heterozygotie)
bezeichnet. Dabei soll das Genmaterial, das in den
verschiedenen Rassen vorhanden ist, erhalten und
effektiv genutzt werden. Die Reinzucht kann als
Fremdzucht, Inzucht, Linienzucht oder Auszucht betrieben
werden.
1.1.1.1.
Fremdsucht
Von den meisten Züchtern
wird die Fremdzucht, d. h. die Paarung nicht verwandter
Kaninchen, bevorzugt. Ein Rammler wird zugekauft und mit
den Häsinnen der gleichen Rasse des vorhandenen
Bestandes verpaart. Dabei ist meist nicht bekannt,
welche besonderen Leistungsmerkmale dieser Rammler
mitbringt, da beim Kauf in erster Linie auf Lebendmasse,
Größe und Exterieurmerkmale geachtet wird. Welche
unerwünschten verdeckten Merkmale er den Nachkommen
vererbt hat, wird erst bei der Weiterzucht mit diesen
sichtbar. Solche unerwünschten Merkmale sind z. B.
Zahnfehler als Folge von erblich bedingten
Kieferverkürzungen oder Verlängerungen oder auch der
Langhaarfaktor bei Normalhaarrassen. Sie werden rezessiv
vererbt und treten erst dann bei den Nachkommen zutage,
wenn beide Paarungspartner diesen Faktor tragen, also
beide spalterbig sind. Kommen in der Nachkommenschaft
von bestimmten Eltern wiederholt Zahnfehler vor, kann
daraus die Schlussfolgerung gezogen werden, daß beide
Elternteile Anlagenträger sind. In diesem Falle sollten
beide Eltern von der Zucht ausgeschlossen werden, da sie
den rezessiven Faktor an ihre Nachkommen vererben, und
dadurch wiederum spalterbige Nachzuchttiere zur Zucht
kämen. Die gleiche Verfahrensweise eignet sich auch zur
Aufdeckung des rezessiven Langhaarfaktors, der für die
Fellqualität von Normalhaarrassen einige Bedeutung hat.
Es kommt bei der Fremdzucht darauf an, Tiere aus
leistungsfähigen Zuchten zu verpaaren, wobei
Fruchtbarkeit und Aufzuchtvermögen besondere
Aufmerksamkeit verdienen. Für den Anfänger in der
Kaninchenzucht Ist diese Zuchtform zu empfehlen, da hier
Erfahrungen in der Bewertung der Zuchttiere und ihrer
Nachkommen gesammelt werden können, ohne die kein
Züchter auskommen kann. Rückschläge sind kaum zu
befürchten.
1.1.1.2. Inzucht
1.1.1.2.1. Inzuchtformen
Im Gegensatz zur Fremdzucht
wird bei der Inzucht die Paarung verwandter Tiere
innerhalb einer Rasse vorgenommen. Je nach
Verwandtschaftsgrad der Zuchtpaare kann zwischen
Inzestzucht, enger oder naher und mäßiger oder weiter
Inzucht unterschieden werden. Bei Inzestzucht (engste
Inzucht) werden Eltern X Nachkommen, Wurfgeschwister
untereinander und Großeltern X Enkel, d. h. Tiere im 1.
und 2. Verwandtschaftsgrad verpaart.
Bei enger oder naher Inzucht werden Zuchtpaare, die im
3. und 4. Verwandtschaftsgrad stehen (im übertragenen
Sinne Onkel X Nichte, Tante X Neffe, Vetter X Base)
zusammengestellt. Die mäßige oder weite Inzucht umfasst
Verpaarungen von Tieren, die in 5. und 6.
Verwandtschaftsgrad stehen. Das Ziel der Inzucht besteht
darin, bestimmte hervorragende Eigenschaften in einer
Nutzungsrichtung in den Nachkommen zu festigen, d. h.
erbrein (homozygüt) zu machen, oder sie sogar noch zu
verbessern. Mit der Methode der Inzucht ist am
schnellsten das gewünschte Ziel zu erreichen. Weiterhin
können wertvolle Zuchtstämme innerhalb der Rassen durch
die zielgerichtete Zusammenstellung der Zuchtpaare
gezüchtet werden, die auf Grund ihrer Reinerbigkeit für
bestimmte Merkmale als gute Vererber in Erscheinung
treten. In diesem Falle werden auch die Nachkommen
reinerbig sein, wodurch die weitere Zucht erfolgreich
verlaufen wird. Mit Hilfe der Inzucht ist es sehr
schnei! möglich, spalterbige Kaninchen eines Bestandes
herauszufinden und sie von der Weiterzucht
auszuschließen.
Eine erfolgreiche Zuchtarbeit mit der Methode der
Inzucht ist nur bei erbgesunden Tieren denkbar. Lange
Zeit bestanden und es bestehen auch heute noch Bedenken
gegen eine Anwendung der Inzucht, da sie Inzuchtschäden
hervorrufen kann. Inzuchtschäden können dadurch
entstehen, daß unerwünschte, zunächst verdeckte
(rezessive) Anlagen durch die Inzucht in Erscheinung
treten und sich auswirken. Als Beispiel sei hier
nochmals auf die erblich bedingten Zahnanomalien
verwiesen.
Weiterhin können sie
dadurch, hervorgerufen werden, daß die genetische
Variabilität abnimmt und damit das Reaktionsvermögen auf
Umwelteinflüsse eingeschränkt wird. Es treten Genotypen
auf, die fast nicht oder nur schlecht angepasst sind.
Die Jungtiere wachsen ungenügend, der Körperbau
verfeinert sich, die Widerstandsfähigkeit gegenüber
Krankheiten ist gering, der Knochenbau wird schwächer
und der Haarwuchs spärlicher, die Häsinnen verwerfen
leicht, die Fruchtbarkeit und das Aufzuchtvermögen der
Häsin verringern sich, eine geringere Futterverwertung
mit Neigung zur Fettbildung sind zu beobachten,
Mißbildungen und Störungen Im Verhalten sind keine
Seltenheit. Diese schweren Depressionen treten jedoch
erst bei anhaltender enger Inzucht oder Inzestzucht über
mehrere Generationen auf. Begünstigend wirken sich dabei
schlechte Fütterungs- und Haltungsbedingungen aus.
Johansson (Schweden) und
Lush (USA) untermauerten die in der Praxis der
Kaninchenzucht gewonnenen Erkenntnisse durch Arbeiten
auf dem Gebiet der Genetik, Starke Inzucht, die über
mehrere Generationen durchgeführt wird, führt zu einer
Herabsetzung der Fruchtbarkeit und zur Erhöhung der
Sterblichkeit. Zotova und Scheiko (1974) konnten in der
l. Inzuchtgeneration aus Inzestzucht außer einer
geringen Senkung der Wurfgrößen keine weiteren
Depressionen feststellen. In der 2. Generation
allerdings sank die Zahl der geborenen Jungtiere im Wurf
auf 6,12—7 ab, während die Kontrollhäsinnen bei
Fremdzucht 7,67—9,33 Jungtiere pro Wurf brachten.
Ähnlich fielen Vergleiche bei der Anzahl der
aufgezogenen Jungkaninchen aus. Weiterhin zeichnete sich
eine Tendenz der Verminderung der Lebendmasse der
Jungtiere sowohl bei Geburt als auch im Alter von 3
Monaten ab. Einige Lebendmaße, wie Körperlänge,
Brustumfang und Lendenbreite, verringerten sich.
Exterieurfehler traten auf, z, B. abfallende Kruppe und
falsche Stellung der Pfoten zum Körper.
Zotova und Nikitschenko
(1976) stellten fest, daß bei der Schaffung von Linien
unter Verwendung von enger Inzucht im Verlauf von 2—3
Generationen in einigen Fällen keinerlei Schäden in der
Entwicklung und in der Fruchtbarkeit zu beobachten
waren, während bei anderen Kaninchengruppen negative
Auswirkungen in Form von Missbildungen der Kiefer- und
Brustknochen sowie von Defekten der zentralen
Wirbelfortsätze und der Eippen sichtbar wurden. Damit
werden die Feststellungen anderer Autoren bestätigt, die
auf eine unterschiedliche Reaktion verschiedener
Kaninchen-Stämme hinwiesen.
Die Inzucht als eine der möglichen Zuchtmethoden sollte
nur von erfahrenen Züchtern angewendet werden, die über
geeignetes, züchterisch gefestigtes und
widerstandsfähiges Tiermaterial verfügen. Außerdem
müssen sie den Blick für die günstigste Variante beim
Zusammenstellen der Zuchtpaare und für die Auswahl der
Zuchttiere selbst haben. Bei Inzucht kann nur mit
strengster Selektion der Nachzuchttiere ein
Züchtungserfolg erzielt werden. Sollten sich
Depressionen oder Leistungsminderungen einstellen, die
nicht auf äußere Umweltbedingungen zurückzuführen sind,
muß auf die Inzucht vorerst verzichtet werden.
Fortsetzung
folgt.

2. Lehrschrift des VDSK -
Dr. Waltraud Haubold - Bereich Geflügel- und
Kleintierzucht
Sektion Tierproduktion und Veterinärmedizin der
Humboldt-Universität zu Berlin
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Thema: KV Steinfurt - LV Westfalen |
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Neue Seite 2
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Heute stellen wir Euch eine neue Webseite mit
Bezug zur Rassekaninchenzucht vor. Anke Löhr, Referentin für
Öffentlichkeitsarbeit im
KV Steinfurt hat
für Ihren Kreisverband diese Seite erstellt. Wünschen wir dem KV Steinfurt
bei der zukünftigen Öffentlichkeitsarbeit weiterhin viel Erfolg.

Euer Fachforenteam
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Thema: [ERGEBNIS] Schönstes Winterfoto |
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Neue Seite 2
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ERGEBNIS





Allen Teilnehmern ein
großes Dankeschön für die Teilnahme.
Preisvergabe:
Wolfgang, Manuela und Gunter können aus
nachfolgenden Büchern jeweils ein Exemplar auswählen. Bitte das gewünschte
Buch und die Lieferanschrift an mich via PN mitteilen.
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Kaninchenfütterung |
Kaninchenställe und
Auslaufgehege |
Lexikon der Kaninchen |
Rassekaninchen |
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Kaninhop |
Kaninchen und Nagetiere |
Taschenatlas Kaninchen |
Kaninchen - Homöopathie und Kräuteranwendung. |
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Thema: 1 Bundesliga Tippspiel |
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28.03.2010 10:19 |
Forum: News |
Hallo Hubert
Wer den Schaden hat...
Aber ich wollte Dir ja auch wieder eine Chace geben.
. Habe es aus Zeitgründen irgendwie verpennt, habe im Moment zu viel um die Ohren, oder sagen wir es gibt wichtigeres als Rassekaninchen und Fußball.
Gruß Thomas
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Thema: Das Zuchtjahr - März |
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Jetzt
fallen die Würfe, das macht viel Freud', |
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doch
manchmal bereiten sie auch großes Leid. |
Die ersten Jungen müssen jetzt geworfen sein.
Wo dies nicht der Fall ist, gilt es die Zucht zu beginnen, damit die
Nachzucht bis zum Herbst schlachtreif ist. Märzwürfe kommen in die richtige
Jahreszeit hinein, da die Jungen beim Verlassen des Nestes mit frischem
Grünfutter aller Art versorgt werden können. Alte Futterbestände an Rüben
sind durchzusehen, schlechte und faulige Stellen vor dem Verfüttern
auszuschneiden. Kartoffeln sind zu entkeimen, da die Keime Giftstoffe (Solanin)
enthalten, die durch Rohfütterung gesundheitliche Schäden, insbesondere bei
Jungtieren, verursachen. Häsinnen ist einige Tage vor dem Werfen täglich
frisches Wasser vorzusetzen. Mehrmals ist eine Nestkontrolle durchzuführen,
Schwächlinge sind zu entfernen. Lieber weniger und kräftige, gut genährte
Jungtiere als viele schwache, die wenig Widerstandskraft schädigenden
Umwelteinflüssen gegenüber besitzen, Kümmerlinge bleiben und damit anfällig
für Jungtierkrankheiten sind.
Ställe öfter reinigen, um Infektionskrankheiten auf ein Mindestmaß zu
beschränken. Ende März erfolgt für die Angora allgemein die erste
Vierteljahresschur. Jungtiere der Angora werden, solange sie noch bei der
Mutter sind, im Alter von etwa 9 - 10 Wochen zum ersten Mal geschoren. Im
März erfolgt bei günstigem Wetter die erste Gartenbestellung mit Futter
(Zichorie, Topinambur, Markstammkohl).
Quelle: Das Kaninchen von Friedrich Joppich, 4.
ergänzte Auflage, 1959.
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Thema: Wahl |
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Kurzbeschreibungen der zur Wahl
stehenden Kaninchenrassen
Abt. I -
Große Rassen
Deutsche Riesen, grau
(DR grau):
Diese ursprünglich aus Belgien
stammende Rasse kam um 1890 nach Deutschland. Der graue Farbenschlag ist der am
weitesten verbreitete und besticht durch sein hohes Normalgewicht über 7,00 kg
sowie durch seine imposante Körpererscheinung. Das Mindestgewicht beträgt 5,50
kg und das Höchstgewicht 11,5 kg.
Deutsche Riesen, weiß
(DR weiß):
Diese Rasse ist um 1904 wohl
eher zufällig entstanden. Sie ist eine rein deutsche Züchtung. In den letzten
Jahren ist das Zuchtniveau der „Weißen“ gestiegen. In einigen Zuchten stehen
sie in ihrem Gewicht und im Erscheinungsbild den Grauen nicht mehr nach. Das
Normalgewicht beträgt über 6,50 kg, das Mindestgewicht 5,00 kg und das
Höchstgewicht 11,5 kg.
Deutsche Riesenschecken,
schwarz-weiß (DRSch schwarz-weiß):
Eine Rasse mit französischem
Ursprung, die seit 1908 auch in Deutschland zugelassen ist. Ein sehr großes und
mächtiges, aber spalterbiges Nutzkaninchen mit sehr attraktiver Kopf- und
Rumpfzeichnung und einem Normalgewicht über 6,00 kg. Das Mindestgewicht beträgt
5,00 kg und das Höchstgewicht 10,0 kg.
Deutsche Widder, grau
(DW grau):
Diese attraktive Rasse
französischer Herkunft wurde um 1870 nach Deutschland gebracht. Die Rasse mit
einem Normalgewicht über 5,50 kg besticht durch ihre kräftig gebogene „Ramsnase“
und dem Behang (Hängeohren) sowie durch den gedrungenen und breiten Körperbau.
Das Normalgewicht beträgt über 5,50 kg, das Mindestgewicht 4,50 kg und das
Höchstgewicht 9,0 kg.
Abt. II – Mittelgroße Rassen
Helle Großsilber (HGrS):
Eine in Frankreich seit dem
18. Jahrhundert bekannte Rasse, die um 1910 nach Deutschland eingeführt wurde.
Die Silberung entstand durch eine Mutation im Fellhaar. Heute ist die Rasse
wegen ihrer Wirtschaftlichkeit und der schönen Silberfarbe sehr gut verbreitet.
Das Normalgewicht liegt bei über 4,50 kg, das Mindestgewicht 3,50 kg und das
Höchstgewicht beträgt 5,50 kg.
Blaue Wiener (BlW):
Diese im ZDRK wohl am
weitesten verbreitete Rasse wurde um 1890 in Österreich erzüchtet. Die mittel-
bis dunkelblaue Farbe in Verbindung mit der Walzenform und dem schönen,
kräftigen Kopf macht den Reiz dieser Rasse aus. Diese frohwüchsige
Wirtschaftrasse hat ein Normalgewicht von 4,25 kg. Das Mindestgewicht beträgt
3,25 kg und das Höchstgewicht 5,25 kg.
Rote Neuseeländer (RN):
Dieses mittelgroße,
frohwüchsige Nutzkaninchen wurde um 1915 erstmals in Kalifornien erwähnt und um
1930 nach Deutschland importiert. Der leicht gestreckte, walzenförmige Körperbau
und der sattrote Farbton machen den Reiz dieser Rasse aus. Das Normalgewicht
beträgt über 4,00 kg, das Mindestgewicht 3,00 kg und das Höchstgewicht 5,00 kg.
Alaska (Al):
Diese in Deutschland
erzüchtete Rasse soll in ihrer Farbintensität - schwarz glänzend - dem
Alaskafuchs ähneln. Die Verbreitung dieser mittelgroßen, blockigen
Kaninchenrasse mit einem Normalgewicht über 3,25 kg, einem Mindestgewicht von
2,50 kg und einem Höchst-gewicht von 4,00 kg ist sehr positiv und als
Wirtschaftsrasse sehr gut geeignet.
Abt. III – Kleine Rassen
Deutsche Kleinwidder,
grau-weiß (DKlW grau-weiß):
Um ca. 1950 ist diese Rasse
aus dem Deutschen Widder sowie verschiedenen kleinen Rassen gezüchtet worden.
Die mantelgescheckten Deutschen Kleinwidder sind heute sehr beliebt. Als Rasse
mit einem Normalgewicht von über 3,00 kg, einem Mindestgewicht von 2,25 kg und
einem Höchstgewicht von 3,50 kg ist sie auch zur Fleischgewinnung geeignet.
Kleinsilber gelb (KlS
gelb):
Um 1900 kam diese Rasse aus
England nach Deutschland. Sie wurde sehr schnell zur Moderasse, bereits 1904
wurden die ersten Spezialclubs gegründet. Die kurze, muskulöse Nutzrasse mit
einem Normalgewicht von über 2,50 kg, einem Mindestgewicht von 2,00 kg und einem
Höchstgewicht von 3,25 kg ist auch heute noch sehr weit verbreitet.
Holländer schwarz-weiß
(H schwarz-weiß):
Diese Kaninchenrasse mit einer
fest umschriebenen „Plattenscheckung“ kommt ursprünglich aus England. Anfang des
19. Jahrhunderts kamen die ersten Tiere nach Deutschland. Der kurz gedrungene
Körperbau mit einem Normalgewicht von über 2,50 kg, einem Mindestgewicht von
2,00 kg und einem Höchstgewicht von 3,25 kg in Verbindung mit der Kopf- und
Rumpf-zeichnung machen die Attraktivität dieser Rasse aus.
Lohkaninchen, schwarz
(Loh schwarz):
Anfang des 19. Jahrhunderts
wurden die ersten Tiere dieser farblich sehr interessanten Rasse aus England
nach Deutschland eingeführt. Mit einem Normalgewicht von über 2,50 kg, einem
Mindestgewicht von 2,00 kg und einem Höchstgewicht von 3,25 kg und einer
gedrungenen, walzenförmigen Körperform hat sie heute eine sehr gute Verbreitung.
Die orangerote „Loh-farbe“ in Verbindung mit der schwarzen Farbe macht den Reiz
dieser Rasse aus.
Abt. IV -
Zwergrassen
Zwergwidder, weiß
Rotaugen (ZwW weiß RA):
Ab 1964 in den Niederlanden
gezüchtet kam diese Rasse ab 1972 nach Deutschland. Der weiße Farbenschlag war
sehr lange der dominierende Farbenschlag. Mit einem Normal-gewicht von 1,50 bis
1,90 kg, einem Mindestgewicht von 1,20 kg und einem Höchstgewicht von 2,00 kg
ist dieses Zwergkaninchen sehr gut geeignet für die Zucht bei geringem
Platz-bedarf.
Zwergwidder,
thüringerfarbig-weiß (ZwW thüringerfarbig-weiß):
Dieses Zwergkaninchen mit den
Ansprüchen des Widderkaninchens und der Mantelschecken-zeichnung hat in der
Thüringerfarbe seinen besonderen Reiz. Bei einem Normalgewicht von 1,50 bis 1,90
kg, einem Mindestgewicht von 1,20 kg und einem Höchstgewicht von 2,00 kg ist
dieser Farbenschlag ein besonderer Anziehungspunkt auf allen Ausstellungen.
Hermelin Blauaugen (He
BlA):
Die Rasse mit englischer
Herkunft wurde um die Jahrhundertwende – etwa 1903 - nach Deutschland
eingeführt. Die gedrungene, walzenförmige Rasse mit einem Normalgewicht von 1,10
bis 1,35 kg, einem Mindestgewicht von 1,00 kg und einem Höchstgewicht von 1,50
kg hat ein kurzes, dichtes und weiches Fell. Die Verbreitung innerhalb des ZDRK
ist sehr gut.
Farbenzwerge
weißgrannenfarbig- schwarz (FbZw weißgrannenfarbig-schwarz):
Die Farbenzwerge weichen als
ausgesprochene Zwergkaninchen im Typ ganz erheblich von den anderen Rassen ab
und haben eine gedrungene und walzenförmige Körperform sowie, der Zwergform
entsprechend, relativ kurze Ohren. 1956 wurden die ersten Farbenschläge der
Farbenzwerge in den Standard aufgenommen. Der weißgrannenfarbige Farbenzwerg
wirkt besonders attraktiv durch die weißen Abzeichen. Das Normalgewicht beträgt
zwischen 1,1 und 1,35 kg, das Mindestgewicht 1,0 kg und das Höchstgewicht 1,50
kg.
Abt. V u.
VII – Haarstruktur und Langhaarrassen
Satin-Elfenbein Rotaugen
(SaE RA):
Diese Rasse ist seit Anfang
der 30er Jahre in den USA bekannt und seit 1973 auch in Deutschland anerkannt.
Das Normalgewicht liegt bei über 3,25 kg, das Mindestgewicht bei 2,50 kg und das
Höchstgewicht bei 4,00 kg. Die Körperform ist leicht gedrungen. Bedingt durch
den guten Nutzfaktor und den seidenen Glanz durch den Satinfaktor ist die
Verbreitung sehr gut.
Satin-Thüringer (SaTh):
Dieser Farbenschlag mit
einem Normalgewicht von über 3,25 kg, einem Mindestgewicht von 2,50 kg und einem
Höchstgewicht von 4,00 kg hat in Verbindung mit den thüringerfarbigen Abzeichen
und der entsprechenden Deckfarbe mit dem seidenen Glanz bedingt durch den
Satinfaktor seinen Reiz. Das mittelgroße Nutzkaninchen erfreut sich großer
Beliebtheit.
Angora, weiß (A weiß):
Diese aus England stammende
Kaninchenrasse ist eine der ältesten Rassen. Das ca. 3,5 bis
6 cm lange Wollhaar war in der
Vergangenheit sehr wertvoll. In der heutigen Zeit ist es eine Rasse für
Liebhaber und Individualisten. Das Normalgewicht beträgt über 3,50 kg, das
Min-destgewicht 2,50 kg und das Höchstgewicht 5,25 kg. Angora sind sehr
frohwüchsig, leicht gestreckt und walzenförmig.
Fuchskaninchen fehfarbig
(Fu fehfarbig):
Diese Rasse wurde bereits um
1930 in Deutschland anerkannt. Zur Erzüchtung wurden Angora mit einfarbigen
Normalhaarrassen gekreuzt. Das 5 bis 6 cm lange Grannenhaar ist dicht und voll.
Das Normalgewicht beträgt über 3,00 kg, das Mindestgewicht 2,50 kg und das
Höchstgewicht 4,00 kg. Als frohwüchsiges Kaninchen eignet sich diese Rasse sehr
gut zur Fleischgewinnung.
Abt. VI –
Kurzhaarrassen
Blau-Rexe (BlRex):
Dieses Kurzhaarkaninchen wurde
in Frankreich erzüchtet und ist seit ca. 1935 auch in Deutschland heimisch. Mit
einem Normalgewicht von über 3,50 kg, einem Mindestgewicht von 2,50 kg und einem
Höchstgewicht von 4,50 kg ist die Körperform leicht gestreckt. Die kräftig
dunkelblaue Farbe in Verbindung mit dem samtartigen Fellhaar macht den Reiz
dieser Rasse aus.
Gelb-Rexe (GRex):
Dieses gelbrotfarbige
Kurzhaarkaninchen wurde ca. 1935 in Deutschland erzüchtet. Das samtartige, sehr
dichte und ca. 17 bis 20 mm lange Fellhaar verbunden mit der gelbroten Farbe und
den Wildfarbigkeitsabzeichen macht den Reiz dieser Rasse aus. Die Verbreitung in
Deutschland ist recht gut. Mit einem Normalgewicht von über 3,50 kg, einem
Mindest-gewicht von 2,50 kg und einem Höchstgewicht von 4,50 kg ist diese Rasse
wie alle anderen Rexkaninchen auch sehr gut zur Fleischgewinnung geeignet.
Castor-Rexe (CRex):
Die Castor-Rexe wurden um 1920
aus Frankreich nach Deutschland importiert. Mit dem Normalgewicht von über 3,50
kg, einem Mindestgewicht von 2,50 kg und einem Höchst-gewicht von 4,50 kg ist
die Körperform leicht gestreckt. Die rötlich kastanienbraune Farbe wirkt in
Verbindung mit dem samtartigen Fell sehr attraktiv. Diese Rasse ist die am
weitesten verbreitete Kurzhaarrasse.
Zwerg-Rexe,
dalmatinerfarbig schwarz-weiß (ZwRex dalmatinerfarbig schwarz-weiß):
Mit einem Normalgewicht von
über 1,20 bis 1,40 kg, einem Mindestgewicht von 1,00 kg und einem Höchstgewicht
von 1,60 kg ist diese Kurzhaarrasse besonders geeignet für die Zucht bei
geringem Platzbedarf. Etwa 1960 wurden sie mit einer Fellhaarlänge von 14 bis 17
mm erzüchtet. Der spalterbige Dalmatiner-Farbenschlag ist sehr attraktiv und
bietet einen Anreiz für eine anspruchsvolle Rassezucht.
Wer verlinken will, hier die
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Thema: Kaninchenkiste mit DDR-Geschichte |
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Neue Seite 2
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Ehemaliger Brigadist steuert kurioses Exponat zur HELDEN-Ausstellung
bei.
Hattingen/Hoyerswerda (lwl). Dass seine Kaninchenkiste einmal im
Museum landen würde, das hätte sich Josef Wiwczaryk aus Hoyerswerda
nicht träumen lassen. Und doch ist es so. Die tierische
Transportbox, in der er "zweimal im Jahr die Hasenfrau zum Hasenmann
trägt", ist eines von über 800 Exponaten der Ausstellung "HELDEN.
Von der Sehnsucht nach dem Besonderen", die der Landschaftsverband
Westfalen-Lippe (LWL) in Zusammenarbeit mit der Kulturhauptstadt
Europas RUHR.2010 ab dem 12. März in seinem Industriemuseum
Henrichshütte Hattingen zeigt.

Für den unbeteiligten Betrachter eines der kuriosesten Objekte der
Schau. In Wahrheit aber ein Stück mitten aus dem Leben des
ausgezeichneten DDR-Brigadiers Wiwczaryk. Jenes gelernten Maurers,
der durch seiner Hände Arbeit in den Nachkriegsjahren für
bezahlbaren Wohnraum sorgte. In der schnellen Form von genormten
Plattenbauten, die teils schon mit Fenster und Gardinen als
Fertigteile angeliefert wurden, die nur noch aufgestellt und
miteinander verschweißt wurden. Arbeit, die dem fünffachen Vater und
späteren Meister und Ingenieur den Lebensunterhalt sicherte. Und
damit verbundene Leistungsprämien, die als zweite Lohntüte mehr als
willkommen waren.
Jene Kaninchenkiste übrigens zimmerte der heute 83-Jährige aus
Überresten der "Messe der Meister von Morgen", für die er
verantwortlich war. Planerfüllungstafeln aus Presspappe, auf denen
im Inneren der Kiste vom Plansoll für neue Wohnungsbauten und
Kindergärten zu lesen ist, die außen eben jene Wohnblocks im Bild
zeigen.
Den Kaninchen wird
es egal sein. Dem Ausstellungsbesucher aber bringt diese Kiste den
Menschen Wiwczaryk näher - einen Helden der Arbeit. Wenngleich der
Arbeiter- und Bauernstaat ihm diesen Titel niemals offiziell
verlieh, denn er war Parteigenossen vorbehalten. In das SED-Korsett
aber hat sich der überzeugte Sozialist Wiwczaryk nicht zwingen
lassen. "Da musste man eben etwas mehr arbeiten, um eine
Auszeichnung zu bekommen. Ich habe mich von den hartgesottenen
Parteigenossen nie einfangen lassen", ist er sich treu geblieben.
Vier Mal zeichnete die DDR ihn für die Übererfüllung der Norm als
"Aktivist des 5-Jahres-Plans" aus. "So nannten sie die Leute, die
besondere Leistungen erbracht hatten", sagt der Mann, dessen Brigade
in Hoyerswerda seinen Namen trug: Wiwczaryk. Dort legte er am 15.
Juni 1957 den Grundstein für den ersten industriellen Plattenbau der
DDR. Für die Neustadt, in der zehntausende Beschäftigten des
Lausitzer Braunkohle- und Gaskombinats "Schwarze Pumpe" leben
sollten.
Leistungsanreize wie finanzielle Prämien, ein schnelleres Anrecht
auf eine Wohnung oder ein neuer Trabant, waren die eine Seite der
Aktivisten-Medaille. Auf der anderen Seite "ging es mir auch um die
Ehre und die Anerkennung meiner Arbeit. Wir haben viele Menschen
glücklich gemacht", sagt Wiwczaryk rückblickend. Fast 40 Jahre
seines Lebens, die er nicht missen möchte. Vor allem den
Zusammenhalt unter den Kollegen im "Kollektiv der sozialistischen
Arbeit" nicht, die zusammen arbeiteten und die Freizeit miteinander
verbrachten. Das schweißte zusammen. "Wir haben das Geld für die
Prämien immer zusammen getan und dann einen schönen Ausflug gemacht.
Da denke ich gerne dran."
Umso bitterer für Wiwczaryk , als nach der Wende die einstige
Musterstadt der DDR nach und nach wieder abgerissen wurde. "Meine
Lebensleistung wurde vernichtet", sagt er, wohl wissend, dass viele
Wohnungen leer standen und die Menschen Hoyerswerda in Scharen
verließen. "Es war schwer für mich zu sehen, dass zerstört wurde,
wofür wir gekämpft haben. Auf das wir stolz waren", will er Trauer
und Enttäuschung nicht verhehlen.
Brigadier Wiwczaryk steht in der Ausstellung für Menschen, die in
Zeiten des Umbruchs nach dem Krieg anpackten, wo es nötig war. "Wir
zeigen in diesem Teil der Ausstellung, wofür Menschen arbeiten, um
unter akzeptablen Bedingungen leben zu können", erläutert Willi
Kulke, Kurator für den Ausstellungsbereich "Helden der Arbeit".
"Letztlich strebten auch sie, wie die Arbeiter im Westen, nach
Wohlstand und persönlichem Glück. Geblieben sind Orden,
Auszeichnungen und Fahnen. Die Geschichte der Helden der Arbeit ist
eine Geschichte von einer zum Scheitern verurteilten Utopie. Die
sozialistischen Staaten des Ostens glaubten, mit Ideologie,
Leistungsanreizen und Vergünstigungen mit dem Westen Schritt halten
zu können. Sie setzten auf Vernunft und den Wunsch der Menschen nach
kollektivem Glück. Ein System, das scheitern musste", resümiert
Kulke.

Klick Bild für Originalgröße um Text zu lesen.

Dieser Beitrag wurde uns freundlicher Weise von der Ausstellung -
HELDEN. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen, zur
Verfügung gestellt, wofür wir uns herzlich bedanken. nachfolgend
weitere Infornmationen zur Ausstellung.
HELDEN. Von der
Sehnsucht nach dem Besonderen
12. März - 31. Oktober 2010
LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 31-33 I 45527 Hattingen
Geöffnet: Di - So 10 - 18 Uhr, Fr 10 - 21.30 Uhr
http://www.helden-ausstellung.lwl.org I Tel. 02324 9247-142 I
E-Mail: helden@lwl.org
Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235,
presse@lwl.org
Die Ausstellung
Mit über 800
wertvollen Exponate aus ganz Deutschland, den europäischen
Nachbarländern und aus Übersee erzählt die Schau Geschichten von
großen und kleinen Helden, von Machern und Medien, mutigen Rittern,
religiösen Vorbildern, gefeierten Sportlern und engagierten Helfern.
Das Spektrum reicht von einer 2.000 Jahre alten Nuckelflasche bis
zur Silberbüchse Winnetous. In Bronze glänzt der Fußballschuh vom
Ruhrgebietshelden Helmut Rahn. Vom heutigen Heldenkult zeugen ein
Baumhaus von "Robin Wood" und der Helm eines New Yorker
Feuerwehrmannes, der beim Anschlag auf das World Trade Center ums
Leben kam. Die Helden des Reviers haben in der Schau einen
besonderen Platz: Typen wie der Bergmann Adolf Tegtmeier oder
Ruhrgebietsmutter Tana Schanzara, aber auch verdiente Bürger des
Ruhrgebiets als neue Helden der Region im Wandel und schließlich die
zugewanderten Helden, die die vielen Einwanderer ins Revier
mitgebracht haben.
Der Rundgang durch die 1.000 Quadratmeter große Ausstellungshalle
ist ein Erlebnis für alle Sinne. Dafür sorgen eine spannende
Gestaltung, ausdrucksstarke Inszenierungen, bewegte Bilder und
Hörstationen. Die innovative Ausstellungsarchitektur eröffnet mit
Durchblicken und Sichtachsen an vielen Stellen überraschende
Perspektiven und ermöglicht damit immer wieder neue Entdeckungen. Am
Ende der Ausstellung können Besucher ihren "Helden des Tages"
wählen, auf einem Sockel als Held oder Heldin posieren und sich in
der Videoinstallation Standing Ovations bejubeln lassen.
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