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Thema: Ist Schaufertigmachen reell ?
FRkz Redaktion

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Ist Schaufertigmachen reell ? 28.12.2011 15:56 Forum: Ausstellungsfragen


Auf Anregung vom Elisabeth stellen wir nachfolgende Fragestellung zu Diskussion.


Ein "Streitpunkt" neulich unter Züchtern war z.B.: Wie weit ist Schaufertigmachen reell und was ist diesbezüglich Betrug?
Jemand war der Meinung,daß das Zupfen weißer Haare im Fell schon Betrug sei.


Eure Meinungen hierzu sind gefragt.
Thema: 134-Untersuchungen zur Senkung der enteropathiebedingten Verluste bei Kaninchen-Sachstand 2011
FRkz Redaktion

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134-Untersuchungen zur Senkung der enteropathiebedingten Verluste bei Kaninchen-Sachstand 2011 23.10.2011 08:42 Forum: Krankheiten


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Aus dem Institut für Tierzucht und Haustiergenetik, Abteilung für Tierhaltung und Haltungsbiologie des Fachbereiches für Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement der Justus-Liebig-Universität Giessen

Untersuchungen zur Senkung der enteropathiebedingten Verluste bei Kaninchen
Sachstandsbericht  2011


eingereicht von Dr. agr. Caroline Lang und Prof. Dr. Steffen Hoy


Abteilung für Tierhaltung und Haltungsbiologie
Bismarckstr. 16
35390 Giessen
Tel.: 0641/9927623
Gesamtziel des Projektes:


Das Ziel des Vorhabens besteht darin, die durch Enteropathien verursachten hohen Verlustraten durch neue Fütterungsstrategien (Futtermittel, Fütterungstechnik) zu senken sowie die Entstehung der Enteropathie und den Einfluss des Futtermittels auf diese zu erforschen. Der Arbeitsplan dazu wurde bereits im Sachstandsbericht Februar 2010 ausführlich dargestellt.

 

Stand der Untersuchungen

In unseren ersten Untersuchungen wurde zunächst eine Luzerne-Mix-Fütterung mit einem speziellen Futterautomaten erprobt. Dabei traten jedoch folgende Probleme auf: Futterverluste, zu geringe Futter- und Energieaufnahme, zu niedrige Zunahmen und Endgewichte. Daraus resultierte die Idee, strukturiertes Futter (z. B. Heu) mit Getreide, Öl und Melasse zu Futterblöcken zu pressen. Nachdem ein Hersteller in Deutschland gefunden wurde, der über die Presstechnik verfügt, wurden nach unseren Vorgaben die ersten Futterchargen (ursprünglich in 3 verschiedenen Rezepturen) hergestellt und eingesetzt, wozu wiederum neue Futterautomaten entwickelt und erprobt werden mussten. Auch dabei ergaben sich Probleme, wie Nachrutschen des Futters, Weite der Gitterstäbe und Futterverluste. Auch waren die Homogenität und Standardisierbarkeit der Futtermittel problematisch. Aus diesen Erfahrungen heraus und mit Unterstützung des Zentralverbandes Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter e. V. wurde ab Mitte 2009 ein neuer Untersuchungsansatz begonnen. Dabei geht es um die Optimierung der Zusammensetzung der Futterblöcke einerseits und die der Funktionstüchtigkeit des Futterautomaten andererseits und um die Kontrolle der Auswirkungen von Futter und Fütterungstechnik auf intensiv gehaltene Tiere in klimatisierten Räumen und Rassekaninchen bei Außenklimahaltung.


Zielparameter bei den Untersuchungen sind Verluste, Erkrankungshäufigkeit, Verhalten, Lebendmasseentwicklung, Futterverbrauch sowie äußerlich erkennbare Schäden. Weiterhin werden im Sinne einer grundlagenorientierten Forschung Futteraufnahme, Kauschläge, pH-Wert im Magen, Darm und Urin, Darmzottenlänge und Wegstrecken gemessen. Über die ersten Ergebnisse wurde bereits im Sachstandsbericht 2010 berichtet.
Der grundsätzliche Untersuchungsaufbau besteht im Vergleich von 3 verschiedenen Fütterungstypen bzw. Futtermitteln (bzw. in den letzten Durchgängen nur Pellets im Vergleich zu den Futterblöcken):

a) Heu - Hafer - Futterrüben ad libitum,
b) Pellets ad libitum,
c) Futterblöcke „Kanin-Struktur".

Wir konnten statistisch gesicherte Unterschiede in der Anzahl Kauschläge und der Fressgeschwindigkeit zwischen den Futterarten (a, b und c) und den Mastabschnitten nachweisen. Die Fressdauer (pro 0,1 g Futtermittel) war signifikant länger bei Heu gegenüber

Futterblöcken und Pellets. Ebenso war die Anzahl der Kauschläge in dieser Reihenfolge unterschiedlich. Mit zunehmender Haltungsdauer wird die Fressdauer kürzer, und die Zahl der Kauschläge pro Einheit Futter nimmt ab. Keine Unterschiede gab es diesbezüglich zwischen den Geschlechtern und den ausgewerteten Durchgängen. Auch die Verhaltensuntersuchungen zeigten, dass bei Pellets die kürzeste und bei der Heufütterung die längste Futteraufnahmedauer in 24 Stunden auftrat. Es gab keinen Einfluss des Geschlechts, jedoch Unterschiede zwischen Mastmitte und Mastende. Alle bisherigen Ergebnisse aus den vorgestellten Untersuchungen deuten bei aller gebotenen Vorsicht darauf hin, dass die Futterblöcke ein kaninchengerechtes Futter darstellen, das zu einer arttypischen Futteraufnahme führt. Dabei geht es nicht darum, pelletiertes Futter grundsätzlich als „Problemfutter" zu kennzeichnen. Die Enteropathie muss als infektiöse Faktorenkrankheit charakterisiert werden, zu deren Bekämpfung alle Faktoren von Fütterung, Haltung, Management und Umwelt zu optimieren sind. Es wird auch anerkannt, dass enteropathiebedingte Verluste in sehr gut bewirtschafteten Betrieben niedrig und beherrschbar sind. Allerdings gibt es nachweislich international und national, bei der Intensivhaltung wie auch bei der Rassekaninchenhaltung, viele Betriebe bzw. Haltungen mit erheblichen gesundheitlichen Problemen.

Nachdem in mehreren Schritten das neuartige Futter nach unseren Hinweisen durch unseren Partner - SÜGEMI = Südthüringer Getreide und Mischfutter GmbH (Themar) - weiter entwickelt wurde, ist das Futter unter der Handelsbezeichnung Kanimax (Kanimax Vollwertfutter als Brikett für alle Haltungsformen im 25kg-Karton) im Handel (Informationen dazu sind auf der Homepage von SÜGEMI - im Online-Shop www.futtertrend.de verfügbar.
Die Ergebnisse der letzten Untersuchungen ergaben bezüglich Kanimax 2 nahezu identische Ergebnisse bezüglich der Gewichtsentwicklung wie bei der Pelletfütterung. Nach Umstellung auf Kanimax 3 mit höherem Energiegehalt war die Gewichtsentwicklung etwas geringer als bei den mit Pellets gefütterten Kaninchen, so dass hier Ansätze für die weitere Optimierung des Futters durch SÜGEMI gegeben sind (s. Abb.)


Die Sterblichkeit - darunter die enteropathiebedingte - beim Einsatz der Futterblöcke war deutlich geringer - bei einem insgesamt viel niedrigeren Niveau als zu Beginn unserer Untersuchungen (s. Abb.):
 

Den erreichten Erkenntnisstand werden wir in Vorträgen und Postern auf der 1 7. Internationalen Tagung über Haltung und Krankheiten der Kaninchen, Pelztiere und Heimtiere am 1 1. und 12. Mai 201 1 präsentieren.
 

Gießen, den 1 1 .3.201 1 Prof. Dr. Steffen Hoy

Das Copyright dieses Textes liegt bei den Verfassern

Thema: ZDRK Standardinformationen 2011
FRkz Redaktion

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ZDRK Standardinformationen 2011 12.04.2011 17:56 Forum: Der deutsche Standard


Pasteurellen bei Zucht- und Mast

 

Die Standard-Fachkommission des ZDRK informiert

 

Die Standard-Fachkommission des ZDRK hat bei ihrer Sitzung am 27. Januar 2011 anlässlich der 23. Bundes-Rammlerschau in Rheinberg unter anderem Standardergänzungen und Neuerungen bei den Neuzüchtungen beschlossen. Hier die wichtigsten Informationen:

1. Ergänzungen zur Bewertung von Häsinnen mit Jungtieren:

In Übereinstimmung mit der Zuchtvorschrift/Zuchtempfehlung für die spalterbigen Rassen (Standard 2004, Seite 9) erhalten die Hinweise zur Bewertung von Häsinnen mit Jungtieren (Seite 13) folgende Fassung: „Häsinnen mit Jungtieren werden nach ihrem Gesamteindruck bewertet und ohne Hilfspunkte nach den obigen Wertnoten beurteilt. Gemeldet werden können:

A) Häsin mit mindestens drei Jungen bei Zwergwiddern, Zwergschecken, Hermelin, Farbenzwergen, Zwerg-Satin, Zwerg-Rexen, Zwergfuchskaninchen, den Zeichnungsrassen der Klassen 2 und 6 sowie den Mantelschecken und spalterbigen Rassen (Marderkaninchen, Siamesen) der Klassen 3, 5 und 6;


B) Häsin mit mindestens vier Jungen bei allen anderen Rassen.
Die Wertnote ist unabhängig von der Anzahl der ausgestellten Jungen, sofern die vorstehende Mindestforderung erfüllt ist. Sichtbar schwere Fehler bereits bei einem Jungtier mindern die Wertnote. Bei den spalterbigen Rassen bleiben die nicht standardgemäß gefärbten oder gezeichneten Jungtiere (z. B. homozygote Dunkelmarder, Dunkelsiamesen oder seh wach gezeichnete bzw. Dunkelschecken) unberücksichtigt, sofern die oben vorgeschriebene Mindestzahl standardgemäßer Jungtiere erreicht ist. Sofern das Muttertier homozygot ist (z.B. Russenfarbige, Dunkelmarder oder Dunkelschecken), erfolgt die Bewertung nach dem Gesamteindruck in den Positionen l bis 3...."
 

2. Hinweis zu Ummeldungen bei Zuchtgruppenwettbewerben

Auf Anfrage wird der Passus zur Nachmeldung eines Elterntieres (Standard 2004, Seite 16, drittletzter Absatz) zwecks Klarstellung wie folgt ergänzt: „Wird bei einer Zuchtgruppe 2 im Rahmen der Ummeldung der Einsatz eines Elterntieres notwendig, so steht es an der Stelle des Tieres, das es ersetzt. Die Zuchtgruppe ist als Zuchtgruppe l zu bewerten, sofern die drei Nachkommen aus einem Wurf sind."

3. Beschlüsse zu den Neuzüchtungen nach Ablauf der Sperrfrist
Wie bereits dem Bericht über die Neuzüchtungen bei der 23. Bundes-Rammlerschau 2011 in Rheinberg (vgl. Ausgabe 5/6/2011, Seite 78 bis 85) zu entnehmen war, wurden anlässlich dieser Zusammenkunft wichtige Entscheidungen nach Abschluss der Zulassungssperrfrist getroffen.


Klick Tabelle für Großansicht.

 

a) Streichung von Neuzüchtungen Die Holländer, japanerfarbig blau-gelbweiß, und die Farbenzwerge, gescheckt thüringerfarbig-weiß, mit Mantelzeichnung wurden entsprechend AAB § 4 aus der Genehmigungsliste gestrichen, da in der fünfjährigen Erprobungsphase sowohl in der Qualitätsentwicklung als auch hinsichtlich der Verbreitung keine Fortschritte festzustellen waren und die Ausstellungsaktivität auf den Bundesschauen minimalen Anforderungen nicht genügte. Die bisher erteilten Züchtungsgenehmigungen erlöschen mit sofortiger Wirkung.

b) Anerkennung als Rasse bzw.
Farbenschlag zum 1. Oktober 2012 Die Mecklenburger Schecken, wildfarben-, dunkelgrau- und eisengrau-weiß, sowie die Großen Marderkaninchen, blau, als zweiter Farbenschlag der GrM und die Zwergfuchskaninchen, gelb, als weiterer Farbenschlag der farbigen ZwFu werden aufgrund der bei den Bundesschauen nachgewiesenen positiven qualitativen und quantitativen Entwicklung zum Ende des nächsten vollständigen Zuchtjahres anerkannt. Bei den GrM und ZwFu dient die Anerkennung gleichzeitig der Sicherung einer breiteren Zuchtbasis für den Rassetyp. Die Farbenzwerge, gescheckt schwarzweiß und blau-weiß, mit Mantelzeichnung werden ebenfalls anerkannt, weil Qualitäts- und Breitenentwicklung die Bedingungen zur Aufnahme in den Standard erfüllt haben. Die Nachzuchttiere dieser Farbenschläge werden bis zum 30. September 2012mit „N" tätowiert, aber ab 1. Oktober 2012 in der Aug. Abteilung mit Punkten bewertet. Auch die Hasenkaninchen, lohfarbig schwarz, sollen zum genannten Datum anerkannt werden, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass zur 30. Bundesschau 2011 in Erfurt bei einem deutlich höheren Anteil der ausgestellten Tiere der Nachweis erbracht wird, dass die Brustlohe normalen Anforderungen an die Rumpfzeichnung genügt. Die Vorschriften zur Kennzeichnung und Bewertung sind dann entsprechend anzuwenden.

c) Belassung im Anerkennungsverfahren
Für die übrigen bisherigen Neuzüchtungen wurde eine letzte Bewährungsfrist von drei Jahren bis zur 31. Bundes-Kaninchenschau 2013 in Karlsruhe beschlossen. Wenn in diesem Zeitraum die Anerkennungsbedingungen nicht erfüllt werden, erfolgt die Streichung aus der Genehmigungsliste.

d) Zulassung neuer Neuzüchtungen
Als weitere Neuzüchtungen werden mit sofortiger Wirkung die Kleinschecken, wild-farben-weiß, und die Löwenköpfchen, rhönfarbig, zugelassen, da alle Zulassungsbedingungen erfüllt wurden. Die Landesverbände können ab sofort Züchtungsgenehmigungen erteilen.
 

PETER MICKMANN, VORSITZENDER DER
STANDARD-FACHKOMMISSION DES ZDRK,
UND WALTER HORNUNG, REDAKTION

Diese und weitere Informationen stehen auch als Pdf Datei in der FRKZ-Datenbank zur Info der Mitglieder im Verein zur Verfügung.

Thema: Neuzuchtinformationen der ZDRK Standardkommission
FRkz Redaktion

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Neuzuchtinformationen der ZDRK Standardkommission 23.03.2011 07:31 Forum: Der deutsche Standard


Fazit und Ausblick

Das Moratorium von 5 Jahren ohne Zulas­sung neuer Neuzüchtungen ist nun zu Ende. Es sollte der Klarstellung dienen, welche Neuzüchtungen den Anforderungen eines geordneten Zuchtbetriebs für eine Anerken­nung und Aufnahme in den Standard stand­halten können und bei welchen eine weite­re Geduldsfrist nicht sinnvoll ist. Ob sich der 2005 verabschiedete Zulassungsstopp rück­blickend als sinnvoll erweist oder nicht, dar­über wird man wohl weiterhin trefflich strei­ten können, denn eine klare Entscheidung konnte bei noch längst nicht allen Kandida­ten getroffen werden. Für 6 Rassen bzw. Far­benschläge wurde sozusagen eine letzte Gnadenfrist von 3 Jahren bis zur übernächsten 31. Bundesschau 2013 in Karlsruhe gewährt.
Hier noch einmal in Kurzform die Beschlüsse, die im engsten Kontakt mit dem Referenten für Zucht- und Schulungswesen im ZDRK getroffen wurden:



1. Sofortige Streichung mangels Entwicklung der Qualität und Verbreitung:

- Holländer, japanerfarbigblau-gelb-weiß, und
- Farbenzwerge, gescheckt thüringerfarbig-weiß.


2. Anerkennung zum 1. Oktober 2012:

• Mecklenburger Schecken, wildfarben-, dunkelgrau- und eisengrau-weiß,
• Große Marderkaninchen, blau,
• Farbenzwerge, gescheckt schwarz- und blau-weiß,
• Zwergfuchskaninchen, gelb,
• Hasenkaninchen, lohfarbig schwarz, mit Auflage.

3. Verlängerung des Anerkennungsver­fahrens um drei Jahre:

• Champagne-Silber,
• Mecklenburger Schecken, thüringerfarbig-weiß,
• Zweigschecken, thüringerfarbig-weiß,
• Farbenzwerge, gescheckt wildfarben­weiß, Satin-Rhön, Schwarzgrannen-Rexe


Die unter 2. aufgeführten 8 Rassen/Farbenschläge werden zunächst weiterhin mit „N" tätowiert und stehen in Erfurt dann zum letzten Mal in der Neuzuchtabteilung, für die es bekanntlich keine Meldezahlbe­grenzung gibt. Wenn die „Lohhasen" dort so auftreten, wie man erwarten darf, wird die Liste der anerkannten Rassen und Farbenschläge, die im Moment bei 396 steht und am 1.Oktober 2011 um die Zwerg-Satin, rot, erweitert wird, nach dem 1. Oktober 2012 die 400er-Grenze überschreiten und die stattliche Zahl von 405 anerkannten Varian­ten erreichen.

In der Liste der weiterhin zugelassenen Neuzüchtungen stehen also immer noch solche, die sich im 11. oder gar 15. Jahr der Erprobung befinden, und dies trotz des Be­schlusses aus dem Jahre 2003, dass „Neuzüchtungen, welche die zahlenmäßigen und qualitativen Forderungen nach 8 Jah­ren nicht erfüllen, als Rasse nicht anerkannt werden können und aus der Liste der Neuzüchtungen herauszunehmen sind".

Wer hier den Vorwurf der restriktiven Handhabung bei der Zulassung von Neuzüchtungen erhebt, der sollte die fachlich-genetischen Argumente im Fazit über die 29. Bundesschau 2009 in Karlsruhe (Ausgabe 5/6/2010, S. 43) noch einmal mit Verstand nachlesen. Weiterhin gilt das oberste Gebot der Bewahrung, Sicherung und nachhalti­gen Nutzung der bestehenden Genreserven als wichtiges Kulturgut. Es gilt aber auch der Grundsatz, dass Neues gefördert wird, wo es sich anbietet. Doch wo sich nichts bewegt, kann auch nichts verbessert werden.

Die Bereinigung der Liste der Neuzüchtungen hat natürlich auch die Zulassung neuer Neuzüchtungen/Nachzüchtungen möglich gemacht. Wider Erwarten lagen trotz vollmundiger Ankündigungen keine verwertbaren Anträge von Züchtern der Blauen Holicer und Genier Bartkaninchen vor.

Währenddessen haben andere Zuchtfreunde eher im stillen Kämmerlein solide Teamarbeit geleistet und bereits zur Sitzung der Fachkommission in Rheinberg alle Vor­aussetzungen für eine Zulassung erfüllt. Es sind dies die Züchter der Kleinschecken, wildfarben-weiß, und der Löwenköpfchen, rhönfarbig.

Für Erstere konnten bereits 9 Züchtungsgenehmigungen in 3 Landesver­bänden erteilt werden, für Letztere standen 7 Züchtungsgenehmigungen in 5 Verbänden an. Hoffnungsvolle Neuanfänge sind damit gestartet. Nur die Zukunft kann zei­gen, ob sie den Weg des Erfolgs einschlagen. So bleiben die Neuzüchtungen weiterhin ein wichtiger Indikator für die Lebendigkeit und Innovationskraft unserer Freizeitgestaltung. Nur wer rastet, der rostet!




Walter Hornung - Redaktionsleiter ZDRK Standardkommission


Es ist bereits in die Wege geleitet, dass sowohl die in Nummer 7/2011 erscheinenden offiziellen Informationen nebst der aktuellen Tabelle der zur Zeit zugelassenen Neuzüchtungen, als auch der Artikel selbst auf der Homepage des ZDRK und in der Lehrschrift 2011 des ZDRK veröffentlicht werden.

(Wir bedanken uns bei Walter Hornung für die offizielle Genehmigung der Veröffentlichung seines Beitrages)
Thema: Kaninchensyphilis (Spirochätose)
FRkz Redaktion

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Kaninchensyphilis (Spirochätose) 17.03.2011 18:43 Forum: Externe Fachbeiträge


Kaninchensyphilis (Spirochätose)



Die Kaninchensyphilis ist eine bakterielle Infektion bedingt durch Treponema cuniculi. Treponemen sind spiralförmige Stäbchenbakterien oder Spirochäten, die zwar grundsätzlich in verschiedenen Gattungen auch bei Menschen vorkommen können, nicht jedoch die Gattung Treponema cuniculi. Bei Menschen wird Syphilis durch die Gattung Treponema pallidum verursacht. Aufgrund einer Reihe klinischer und epidemiologischer Ähnlichkeiten wird die Bezeichnung Kaninchensyphilis verwendet.
Treponemen sind hochkontagiös, d.h. sie verbreiten sich sehr schnell von Tier zu Tier und werden in erster Linie durch den Deckakt (Genitalinfektion, „Deckseuche“) übertragen, in geringem Ausmaß auch durch Bissverletzungen oder Belecken. So ist auch das häufige Auftreten der Kaninchensyphilis bei Jungtieren zu erklären. Durch das Belecken des erkrankten oder sogar nur latent infizierten Muttertieres wird der Erreger schon in den ersten Lebenstagen oder -wochen auf die Jungtiere übertragen.
Die Inkubationszeit beträgt Wochen bis Monate, so dass Kaninchen aller Alterstufen erkranken können. Erste deutliche klinische Anzeichen sind entzündlich bedingte Rötungen und Schwellungen der Vulva (der Scham) bzw. des Präputiums (der Vorhaut) sowie der Penisschleimhaut. Die befallene Haut sondert in der Folge schleimig-wässrige bis schleimig-eitrige Sekrete ab. Im weiteren Krankheitsverlauf bilden sich an den befallenen Hautpartien tiefer in die Haut eindringende, hirse- bis reiskornähnliche Knötchen, die geschwürartig aufplatzen und im Reparationsversuch der Haut immer wieder krustig verschorfen, dabei jedoch wieder erneut aufbrechen. Durch Belecken dieser stark juckenden und gereizten Anogenitalregion infiziert sich das Kaninchen besonders die Hautpartie der Raphe (Hasenscharte), die Lippen, die Augenlider, das Gesäuge sowie auch andere Körperpartien (Schmierinfektion). Durch Staphylokokken und Nekrobazillen kommt es in der Folge zu bakteriellen Superinfektionen mit weiter aufsteigenden Entzündungen sowie Septikämie (Blutvergiftung) mit Todesfolge.



Das typische klinische Bild der Hautveränderungen und die Verteilung der Entzündungsherde an den entsprechenden Körperstellen führen leicht zu der Diagnose Kaninchensyphilis. Ein Erregernachweis ist in der Dunkelfeldmikroskopie möglich, spielt jedoch in der Praxis keine Rolle. Für die Therapie der Kaninchensyphilis/Spirochätose gilt die parenterale Applikation von Penicillin als das erste Mittel der Wahl und stellt somit eine der wenigen Indikationen für den Einsatz von Penicillin-Präparaten bei Kaninchen dar, die eine gleichzeitige Verabreichung eines Probiotukums zum Schutz der Darmflora erfordert.



In der Literatur werden empfohlen:

Ampicillin 10 mg/kg KGW 1 x tägl. s.c. über 5 – 6 Tage oder Amoxicillin 15 mg/kg KGW 1 x tägl. s.c. über 5 – 6 Tage (EWRINGMANN: Leitsymptome beim Kaninchen, Enke Verlag).
Nach eigener Erfahrung kann auch ein Depot-Penicillin-Streptomycin (Veracin-comp., Fa. Albrecht) verwendet werden in einer Dosierung von 16.000 I.E. Penicillin und 24.000 I.E. Streptomycin pro kg KGW alle 3 Tage s.c., wobei je nach Schwere und Ausbreitung der Erkrankung 2 bis 3 Behandlungen nötig sind. Die gleichzeitige Gabe des Probiotikums noch bis 5 Tage über die Behandlung hinaus sorgt in der Regel für eine unbeeinträchtigte Verdauung. Eine orale Penicillin-Gabe ist bei Kaninchen grundsätzlich zu vermeiden, da durch diese Antibiotika die gram-positive Darmflora abgetötet wird, wodurch sich lebensbedrohliche Durchfälle ergeben können.



Thema: Pasteurellen bei Zucht- und Mastkaninchen
FRkz Redaktion

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Pasteurellen bei Zucht- und Mastkaninchen 14.03.2011 18:37 Forum: Externe Fachbeiträge


Pasteurellen bei Zucht- und Mast

Pasteurellen bei Zucht- und Mastkaninchen in der Schweiz

 

Wir möchten Euch auf einen recht informellen Beitrag zu Pasteurellen bei Zucht- und Mastkaninchen aufmerksam machen.

 

Zum Beitrag -->>

 

 

 

 

Thema: Getrocknete Futtermittel
FRkz Redaktion

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Getrocknete Futtermittel 10.03.2011 08:23 Forum: FRkz Empfehlungen




Wir möchten Euch in dieser neuen Rubrik von Fachforum Rassekaninchenzucht immer mal wieder auf gute Angebote, Aktionen und Einkaufsmöglichkeiten im Web aufmerksam machen. Den Auftakt macht heute ein Anbieter bei dem man sein Futterzusätze selber mischen kann. Weiterhin bietet er auch jede Menge getrocknete Kräuter, Blüten, Früchte und Gemüse für unsere Rassekaninchen an. Bei einem Einkauf bei diesem Anbieter unterstützt Ihr Fachforum Rassekaninchenzucht und sichert somit auch den Fortbestand des Forums. Wir erhalten ein paar Cent an Provision durch Euren Einkauf welcher zu .100 % in das Forum fließt. Ihr erreicht diesen Anbieter über nachfolgendes Banner.

 

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Danke für Euer Interesse

FRkz - Redaktion

 

Thema: 131_Jugendarbeit im Verein
FRkz Redaktion

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131_Jugendarbeit im Verein 09.03.2011 17:57 Forum: Jugendarbeit in den Kreisverbänden und den Vereinen


Neue Seite 2

Jugendarbeit ist ein wichtiger Bestandteil in den Rassekaninchenzuchtvereinen des ZDRK. In unserer Organisation wird über das ganze Jahr hinweg sehr viel über Jugendarbeit gesprochen. Dies sollte aber nicht nur daraus bestehen, recht viele Tiere auf die Kinder und Jugendlichen zu tätowieren, um die Statistiker bei Laune zu halten. Viel wichtiger ist es, den Kindern die Rassekaninchenzucht in spielerischer Art und Weise näher zu bringen. Doch um überhaupt Jugendarbeit betreiben zu können, müssen erst einmal  Jugendliche vorhanden sein. In einigen Vereinen ist dies schon seit je her so, andere Vereine hingegen haben leider keine eigene Jugendabteilung.

Was also tun, um überhaupt eine Jugendgruppe gründen zu können bzw. um Jugendliche an das Hobby Rassekaninchenzucht heranzuführen? Um Kinder und Jugendliche an den Umgang mit den Tieren heranzuführen, ist es wichtig das Interesse an der Tierzucht zu wecken bzw. zu fördern. Das dies in der heutigen Zeit, wo es Playstation, Internet und Co. gibt, bestimmt nicht leicht ist Jugendliche für die Tierzucht zu begeistern ist klar, doch einen Versuch ist es allemal wert. Sicherlich gibt es verschiedene Arten der „Jugendgewinnung“.  Eine Möglichkeit bietet da zum Beispiel ein Besuch in einer Schule oder Kindergarten. 

Dort kann man den Jugendlichen die unterschiedlichen Rassen vorstellen, ihnen die verschiedenen Körperformen unserer Kaninchen zeigen und erklären. Auch kann man Tipps für die heimischen Schmusetiere geben und auf Fragen zur Haltung, Pflege und der Kaninchenzucht im Allgemeinen eingehen. Meine persönliche Erfahrung hat gezeigt, dass sich auch Kindergarten Kinder schon sehr für das Tier interessieren, und mit viel Interesse die verschiedenen Rassen bestaunen. Natürlich ist ein solcher Besuch kein Garant dafür Kinder bzw. Jugendliche für die Rassezucht  zu gewinnen, doch wenn auch nur 1 oder 2 Jugendliche durch solche Besuche gewonnen werden können, ist dies ein voller Erfolg.

Ist eine Jugendgruppe im Verein vorhanden, muss man den Jugendlichen auch sorgfältig und fachlich zur Seite stehen. Dies bedeutet dass man den Jugendlichen bei allem zur Seite steht, was mit der Rassekaninchenzucht zusammen hängt. Angefangen bei dem Bau einer Stallanlage, wo man neben der tatkräftigen Unterstützung, dem Jugendlichen auch verständlich erklärt, dass neben den Tierschutz und baurechtlichen Vorgaben auch auf den Standort und die Größe der Stallungen geachtet werden muss. Man erklärt den Jugendlichen, dass die Tiere gut gegen direkte Sonneneinstrahlung, aber auch gegen Zugluft geschützt sein müssen. Selbstverständlich ist auch, dass wir dem Jugendlichen bei der Rassewahl, die auch beim Bau einer Zuchtanlage zu berücksichtigen ist, sowie bei der Zuchttierbeschaffung behilflich sind.

Da es in der heutigen Zeit leider nicht mehr überall möglich ist, Stallanlagen zu bauen, bzw. Kaninchen zu halten, sollten wir auch hier eine Möglichkeit finden, den Jugendlichen den Einstieg in die Rassezucht zu ermöglichen. Dies kann zum Beispiel durch einen „Paten“ geschehen, der dem Jugendlichen die Möglichkeit gibt, einen Teil seiner eigenen Stallungen zu benutzen. Dies hätte auch den Vorteil, dass immer ein erfahrener Züchter in der Nähe wäre, der dem Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite stehen kann. In eigens, für die Jugend angesetzten Versammlungen, sollte man auch Tierbesprechungen abhalten in denen man auf die Rasse der Jugendlichen eingeht. Aber auch Themen wie zum Beispiel das Schaufertig machen unserer Tiere sollte auf diesen Versammlungen besprochen und in der Praxis, sprich am Tier, gezeigt und geübt werden.

Zum Fachbeitrag "Die Rassekaninchenschau"

Doch egal welches Thema eine solche Jugendversammlung hat, man sollte auf jeden Fall das Alter der Jugendlichen berücksichtigen und die Versammlung dementsprechend „Locker“ abhalten. Den bei zu viel „grauer“ Theorie kann der Jugendliche schnell die Lust an der Tierzucht verlieren. Je nach Alter der Jugendlichen kann man auch einen Wandertag organisieren, bei dem den Jugendlichen die verschiedenen Pflanzen und Kräuter gezeigt und erklärt werden, die unsere Kaninchen fressen dürfen. Auf diese Art kann man mit viel Spaß noch Wissen vermitteln. Der Abschluss eines solchen Wandertages kann beispielsweise ein Grillfest oder ein gemeinsamer Schaubesuch sein, auf der man dann noch die Fehler, der dort zur Schau gestellten Tiere, bespricht und auch dadurch den Wissensstand der Jugendlichen  wieder steigern kann.  Wo wir gerade bei Schaubesuchen sind, die heimischen Lokal,- Club,- und Kreisschauen, bieten sich, auf Grund der Nähe, natürlich sehr für gemeinsamen Besuche mit den Jugendlichen, an.  Doch sollte man mit den Jugendlichen auch überregionale Veranstaltungen wie zum Beispiel Landes,- und Bundesschauen besuchen. Den auf diesen Schauen kann man viel besser die Rassevielfalt unserer Tiere sehen und bestaunen.

Um den Wissenstand der Jugendlichen zu erhöhen kann man aber auch Spiele benutzen, bei denen das Wissen der Jugendlichen gefragt ist und gesteigert wird. Es bietet sich auch an etwas mit den Jugendlichen zu unternehmen, was nichts mit der Rassekaninchenzucht zu tun hat. Beispiele für solche Unternehmungen könnten ein Schwimmbad Besuch, ein Zeltlager oder auch ein Kinobesuch sein. Durch solche, nichts mit der Rassekaninchenzucht zu tun habenden, Aktivitäten wird das Zusammengehörigkeitsgefühl der Jugendlichen gefördert und gestärkt.

Eine Bereicherung der Jugendarbeit sind auch die durch Landesverbände und Zentralverband angebotene Zeltlager oder Treffen. Unser Hobby, die Rassekaninchenzucht, bietet aber auch den Jugendlichen, die aus Platzgründen zum Beispiel keine Rassekaninchen züchten können, eine Möglichkeit bei uns in den Vereinen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu finden. Denn mit nur einem Kaninchen schon kann man die in unseren Jugendgruppen immer beliebter werdenden Kaninchen bezogene Beschäftigung mit dem Tier, Kaninhop,  praktizieren.

Doch ganz egal ob mit mehreren Tieren als Züchter oder mit einem Tier für Kaninhop, gestaltet man den Jugendlichen das Vereinsleben abwechslungsreich und Interessant, so kann man hoffen, dass sie der Rassekaninchenzucht treu bleiben und eventuell in die Senioren Abteilung wechseln.

Wir bedanken uns bei Holger Jeschke für diesen Fachbeitrag. Bilder stellten uns Holger Jeschke und Fachforum Rassekaninchenzucht zur Verfügung.

Thema: Rassekaninchen des Jahres 2011
FRkz Redaktion

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Rassekaninchen des Jahres 2011 20.01.2011 16:46 Forum: Wahl Rassekaninchendes Jahres


Aktion „Rassekaninchen des Jahres“

ZEHN RASSEN STEHEN ZUR WAHL


Es ist wieder soweit, in Kürze startet die Wahl zum Rassekaninchen des Jahres, die auch in diesem Jahr wieder durchgeführt wird. Hierfür wurde auch in diesem Jahr wieder eine gesonderte Internetseite eingerichtet, die unter „www.rassedesjahres.zdrk.de“ erreicht werden kann. Zur Wahl stehen die jeweils mit einer Kurzbeschreibung unten aufgeführten zehn Rassen.

ABLAUF DER WAHL
Die Wahl läuft von Samstag, 29. Januar, bis Montag, 28. Februar, dieses Jahres. Gewählt werden kann entweder an den beiden Tagen der 23. Bundes-Rammlerschau in der Messe Niederrhein in Rheinberg (Stimmkarten können am ZDRK-Infostand oder am Stand des HK-Verlages abgegeben werden) oder per Post über die Fachpresse, Redaktion Kaninchenzeitung“, HK-Verlag, Dirk Wortmann, Redaktionsbüro Reutlingen, Burkhardt + Weber-Straße 69, 72760 Reutlingen (Datum des Poststempels ist entscheidend) oder über die Internetplattformen (Wahl im Internet bis 0 Uhr). Die Internetplattformen, die diese Aktion unterstützen bzw. mitgestalten, setzen einen Banner auf ihre Homepage, der auf die Aktion hinweist.
Um zu verhindern, dass von einem Wähler mehrfach abgestimmt wird, ist für die Wahl über das Internet die E-Mail-Adresse entscheidend, über die jeweils nur einmal abgestimmt werden kann. Alle Stimmen, die über das Internet abgegeben werden, laufen beim Webmaster des ZDRK, Michael Lederer, zusammen. Nach Ende der Aktion werden die abgegebenen Stimmen sowohl in der Redaktion der Fachpresse als auch vom Webmaster des ZDRK ausgezählt.
Nachdem das Ergebnis in der Fachpresse veröffentlicht wurde, wird dann zeitgleich auch von den Internetplattformen das Ergebnis bekannt gegeben.

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT
Die Wahl zum Rassekaninchen des Jahres ist fast schon zur Tradition geworden und das Ergebnis soll auch in diesem Jahr wieder verstärkt zur Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt werden. Das Rassekaninchen des Jahres soll nicht nur eine Öffentlichkeitsarbeit nach innen, sondern auch wieder nach außen sein. Zeitgleich mit der Veröffentlichung des Ergebnisses in der Fachpresse und auf den Internetseiten wird die gewählte Rasse an die Medien gegeben (z.B. Deutsche Presseagentur, Redaktionen von Fachzeitschriften für Hobbytiere, Rundfunk-
und Fernsehredaktionen usw.). Hierdurch soll auch in diesem Jahr wieder intensiv Werbung für die Rassekaninchenzucht auch außerhalb der Rassekaninchenzüchter gemacht werden, um die Akzeptanz für unser Hobby weiter zu erhöhen bzw. um auch eventuell neue Mitglieder für die Organisation zu gewinnen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass nicht der ZDRK das Rassekaninchen des Jahres festlegt, sondern diese Rasse von einer sehr breiten Mehrheit gewählt wurde. Ich bin deshalb sehr dankbar, dass neben der Fachzeitung „Kaninchen“ auch die großen Internetplattformen diese Aktion wieder unterstützen.
Im letzten Jahr war von vielen Züchtern der Wunsch geäußert worden, nachdem in der Vergangenheit die weniger gezüchteten Rassen im Vordergrund standen, nun die starken Rassen zu nehmen und zur Wahl zu stellen. Dies wurde von einem Teil der Züchterschaft begrüßt, ein anderer Teil kritisierte jedoch, dass diese Rassen zu stark verbreitet sind und nicht dem Sinn einer Wahl zur Rasse des Jahres entsprechen. Vom ZDRK-Referenten für Schulung und Zuchtwesen, Bernhard Große, wurden für die bevorstehende Aktion diesmal zehn Rassen benannt, die er nach dem Hauptkriterium „Alte Haustierrassen“ gewertet hat. Er hat sich an den Bestandszahlen (maßgebend war die neueste Zuchttierbestandserfassung aus dem Jahr 2009) der Zuchten orientiert, um hier eine möglichst gleiche Startsituation für die Wahl zu ermöglichen. Aus diesem Grund wurde auch keine Langhaarrasse in die Auswahl genommen.

Des Weiteren wurde in der Vergangenheit zum Teil auch die große Zahl der zur Wahl stehenden Rassen kritisiert. Gefordert wurden zum Teil anstatt der bisher 24 Rassen nur noch sechs Rassen. Mit dieser nun vorliegenden Auswahl von jetzt zehn Rassen sollten nun eigentlich alle Wünsche berücksichtigt worden sein. Die entsprechenden Fotos kommen von der Redaktion des HK-Verlages. Michael Lederer hat wieder die Feinarbeiten übernommen und schaltet zum Start die Online-Formulare zur Wahl auf der gesonderten Homepage frei. Hier wird dann auch ein Pressetext für alle Internetportale bereitgestellt.



Kurzbeschreibungen der zur Wahl stehenden Kaninchenrassen

Deutsche Riesenschecken schwarz-weiß:
Hierbei handelt es sich um eine große Rasse mit einem Idealgewicht von über 6,0 kg, deren Eigenart die durch eine Mutation hervorgerufene Punktscheckung ist. Die Punktscheckung am Kopf besteht aus der Kopfzeichnung mit den schwarzen Ohren, dem Schmetterling, Augenringen sowie den Backenpunkten. Die Rumpfzeichnung besteht aus dem sogenannten Aalstrich sowie den Seitenpunkten.
Bereits 1907 wurde in Sachsen der erste Deutsche-Riesenschecken-Club gegründet.

Deutsche Widder wildfarben
Bereits 1910 wurde der Widder-Typ, der durch aus Einkreuzungen mit dem französischen Widder entstand, in verschiedenen Farben gezüchtet. Seit 1933 hat diese Rasse den Namen „Deutsche Widder“. Bedingt durch die fleischigen Hängeohren und der blockigen Körperform ist diese mindestens 5,5 kg schwere Rasse ein Zuschauermagnet auf unseren Schauen.

Großchinchilla
Diese Rasse, deren besondere Eigenart die schwarze Schattierung der silbrigen Deckfarbe in Verbindung mit einem weißen Kranz, der Zwischenfarbe sowie der blauen Unterfarbe ist, entstand ursprünglich aus einer Mutation. 1920 kamen die ersten dieser im Idealgewicht über 4,5 kg schweren Tiere nach Deutschland. Ursprünglich waren die Chinchillakaninchen sowohl als Fell- als auch als Fleischrasse sehr hoch angesehen.

Schwarze Wiener
Die Literaturangaben der schwarzen Wiener sind sehr dürftig. Die Rasse ist offenbar als Nebenprodukt der Rassezucht entstanden. Bereits 1925 sind die ersten „Alaskaschwarzen“ Tiere mit den Typeigenschaften der „Rasse des Jahres 2010“, dem blauen Wiener, ausgestellt worden. Das Idealgewicht von über 4,25 kg als Wiener-Typ, in Verbindung mit dem glänzend schwarzen Fellhaar, macht den Reiz dieser Rasse aus.


Havanna
Bereits 1909 wurden die Tiere erstmals in Leipzig der Öffentlichkeit gezeigt. Der Ursprung dieser Rasse mit der braunen Fellanlage liegt vermutlich in Frankreich. Das glänzende Fellhaar in Verbindung mit einem gedrungenen Körper und einem markanten Kopf ist das Besondere an dieser über 3,25 kg schweren Rasse.

Perlfeh
Diese über 2,5 kg schwere blauwildfarbene Rasse mit einer feinen Perlung wurde Anfang der 20er Jahre in Deutschland herausgezüchtet. Pate soll bei der Herauszüchtung dieser Rasse das „Sibirische Eichhörnchen“ gewesen sein, dessen Fell sehr wertvoll war. Mit der Erzüchtung der Perlfeh wollte man etwas Identisches schaffen. Neben der Perlfeh-Farbe zeichnet sich diese Rasse durch eine sehr hohe Fellqualiät aus.

Kleinsilber blau
Die Kleinsilber waren bereits im ersten Deutschen Standard von 1880 genannt. Da die Rasse nicht als Wirtschaftsrasse eingestuft war, verschwand sie während des 2. Weltkrieges fast vollständig, so dass vor allem auch die Kleinsilber blau neu erzüchtet wurden. Heute haben sie einen sehr hohen Zuchtstand und sind mit ihrem Idealgewicht von über 2,5 kg eine sehr beliebte Rasse.

Holländer schwarz-weiß
Die Holländer-Kaninchen, eine kleine Rasse mit einem Idealgewicht von über 2,5 kg, sind im Standard in elf verschiedenen Farbenschlägen zugelassen. Der am häufigsten anzutreffende ist der schwarz-weiße Farbenschlag. Die attraktive Rasse mit der Plattenscheckung wurde bereits 1890 nach Deutschland importiert. Schon im Jahre 1401 wurden Kaninchen mit einer Plattenscheckung von verschiedenen Malern auf Gemälden verewigt und speziell das Holländerkaninchen ist aufgrund seiner markanten Zeichnung das „Wappentier“ zahlreicher Kaninchenzuchtvereine und -verbände.

Hermelin Blauaugen
Dieses Zwergkaninchen mit einem Idealgewicht über 1,1 kg ist seit 1918 bekannt. In den vergangenen Jahren hat diese Rasse einen Boom in der Zucht erlebt, die Zucht und Ausstellungsqualität steht hinter den Hermelin Rotaugen nicht mehr zurück. Besonders der gedrungene, walzenförmige Körper mit dem dicht am Rumpf sitzenden Kopf mit den blauen Augen stellen den Reiz dieser Rasse dar.

Weiß-Rexe Rotaugen
1925 kamen die ersten Rexkaninchen nach Deutschland. Eigenart dieser Rasse ist das samtig kurze Fellhaar mit einer Länge von ca. 17- 20 mm. Die Weiß-Rexe Rotaugen sind eine Rasse mit einem Idealgewicht von über 3,5 kg, die in den vergangenen Jahren ein recht hohes Zucht- und Ausstellungsniveau erreicht haben.



Wolfgang Elias, Referent für Öffentlichkeitsarbeit im ZDRK
Thema: Abschied von Melanie Kaczmarek
FRkz Redaktion

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Abschied von Melanie Kaczmarek 03.01.2011 10:26 Forum: Gedenken - Nachruf


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Melanie Kaczmarek

 

 

Wie uns am Wochenende mitgeteilt wurde ist unser Forenmitglied "Niemka" (Melanie Kaczmarek aus Weeze)  unerwartet verstorben.

 

 

In Gedenken

Fachforum Rassekaninchenzucht

 

 

Thema: ZDRK Antrag Kreuzungsversuch
FRkz Redaktion

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ZDRK Antrag Kreuzungsversuch 22.12.2010 08:26 Forum: Der deutsche Standard


Der offizielle ZDRK Antrag auf Kreuzungsversuche nach AAB §§ 4, 12 liegt in der FRkz Datenbank als Download bereit.
Thema: Neuer Standardtext für die Lohkaninchen
FRkz Redaktion

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Neuer Standardtext für die Lohkaninchen 22.12.2010 08:15 Forum: Der deutsche Standard


Standardtext für die Lohkaninchen (Fassung Kassel 2009)
Lohkaninchen: Bewertungsbestimmungen für die Positionen 5 und 6



5. Rumpfzeichnung

Die lohfarbige Rumpfzeichnung ist scharf abgegrenzt. Die lohfarbige Brustzeichnung ist breit und geht, unter dem Kinn beginnend, zwischen den Vorderläufen hindurch in die Bauchfarbe über. Der Bauch zeigt eine intensive Lohfarbe, entsprechend der unterschiedlichen Deckfarbe der Farbenschläge. Die etwa 2 cm breite Seiteneinfassung am Körper soll ebenfalls stark hervortreten. In gleicher Weise heben sich die Schoßflecken von der Bauchfarbe ab. Die kräftig hervortretenden lohfarbigen Seitenspitzen sollen sich auf 2/3 der Rumpfhöhe am Körper entlang erstrecken und gut abgegrenzt sein. Die Zeichnungsfarbe erfasst auch die Innenseite der Vorderläufe. Die Innenseite der Hinterläufe ist von der Deckfarbe scharf lohfarbig getrennt. An den Vorderläufen treten die lohfarbigen Zehenpunkte deutlich in Erscheinung. Der lohfarbige Genickkeil soll nicht zu groß, leicht abgerundet oder dreieckig und gut abgegrenzt sein.

Leichte Fehler:
Etwas dunkle, verschwommene oder schmale Brustzeichnung. Schwache Brustlohe. Blasse Bauchlohe oder Schoßflecken. Schwache Seiteneinfassung. Ungleich verteilte oder wenig Seitenspitzen. Wenig Lohfarbe auf der Blumenunterseite. Schwache oder verschwommene Vorder- oder Hinterlaufzeichnung. Unschön geformter, langer oder wolkiger Keil.

Schwere Fehler:
Gänzlich dunkle Brust. Völlig fehlende Seitenspitzen oder Seiteneinfassung. Gänzliches Fehlen der Vorder- oder Hinterlaufzeichnung oder des Keiles. Weiße Bauchfarbe. Reinweiße Blumenunterseite.

6. Farbe:
Zugelassen sind die Farbenschläge schwarz, blau, havannafarbig und fehfarbig. Die Deckfarbe ist intensiv ausgeprägt und mit gutem Glanz versehen sowie rein und nicht mit andersfarbigen Haaren durchsetzt; das zart abgetönte, lichte Blau der fehfarbigen Lohkaninchen ist mit einem leicht bräunlichen Schleier überzogen, der an den kürzer behaarten Körperstellen (Kopf, Ohren und Läufen) etwas stärker in Erscheinung tritt. Je intensiver die Deckfarbe, desto ausgeprägter tritt die Zeichnung in Erscheinung. Die Unterfarbe ist blau, bei den fehfarbigen lichtblau, darf jedoch im Bauchbereich nicht durchgängig vorhanden sein. Die Augenfarbe ist bei den schwarzen Tieren braun, bei den blauen und fehfarbigen Tieren blaugrau und bei den havannafarbigen Tieren braun, leicht rot durchscheinend. Die Krallenfarbe ist bei den fehfarbigen hell- bis dunkelhornfarbig, bei den havannafarbigen und blauen dunkelhornfarbig, bei den schwarzen dunkelhornfarbig bis schwarzbraun pigmentiert.

Leichte Fehler:
Geblümte oder melierte Schnauze. Unreiner Kopf. Leicht mit andersfarbigen Haaren durchsetzte Deckfarbe. Weiße Spürhaare im Bereich der Deckfarbe. Angedeutete Zwischenfarbe (außer im Bereich der Seitenspitzen). Schwach pigmentierte Krallen bei den havannafarbigen, blauen und schwarzen Lohkaninchen. Leichter Rostanflug.

Schwere Fehler:
Stark lohfarbige Schnauzpartie. Stark mit weißen oder lohfarbigen Haaren durchsetzte Deckfarbe. Sichtbar weißer Fleck (Büschel) in der Deck- oder Zeichnungsfarbe. Ausgeprägte Zwischenfarbe. Durchgehend blaue Unterfarbe am Bauch. Starke Durchsetzung der Vorder- oder Hinterläufe. Starker Rostanflug. Andere als die vorgeschriebene Augenfarbe. Zweierlei oder pigmentlose (weiße) Krallen.



Diesen neuen Standardtext findet man auch in der FRkz Datenbank als Download.
Thema: Standardinformationen 2010
FRkz Redaktion

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Standardinformationen 2010 23.09.2010 07:14 Forum: Der deutsche Standard


Die Standardinformationen 2010 liegen als Pdf Datei in der Datenbank und können bei Interesse dort abgerufen werden.


Zur Datenbank -->> 
Thema: 128_Zweite Lehrschrift des VKSK-1984_Teil 1
FRkz Redaktion

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128_Zweite Lehrschrift des VKSK-1984_Teil 1 21.09.2010 18:34 Forum: Altes Wissen neu entdeckt


Fachforum Rassekaninchenzucht - Neues Wissen neu endeckt

Teil 1

 


Wir wollen heute im Rahmen unserer Serie "Altes Wissen, neu entdeckt", die zweite Lehrschrift des VKSK der DDR zur Kaninchenzucht beginnen. Dies wird in mehreren Teilen erfolgen da diese sehr umfangreich ist und bei weitem den Rahmen eines normalen Beitrages sprengt. Beachtet bitte auch das diese Texte aus dem Jahr 1984 stammen und teilweise heute nicht mehr gütig sind. Dennoch sehen wir in solchen Texten viel lesenswertes und für die Rassekaninchenzucht auch in unserer heutigen Zeit mehr als nachahmenswert. Zum Inhalt dieser Serie geben wir hier nachfolgende Punkte bekannt.

 

1.Die Zucht von Kaninchen
1.1.           Zuchtverfahren
1.1.1.        Reinzucht
1.1.1.1.     Fremdzucht
1.1.1.2.     Inzucht
1.1.1.2.1.  Inzuchtformen
1.1.1.2.2.  Anwendung
1.1.1.3.     Linienzucht
1.1.1.3.1.  Linienzucht auf Einzeltiere
1.1.1.3.2.  Herauszüchtung von Linien zur Linienkreuzung
1.1.1.4.     Aufzucht
1.1.2.        Kreuzung von Rassen
1.1.2.1.     Einfache Gebrauchskreuzung
1.1.2.2.     Wechselkreuzung
1.1.2.3.     Rotationskreuzung
1.1.2.4.     Veredlungskreuzung
1.1.2.5.     Verdrängungskreuzung
1.1.2.6.     Rassenbildungskreuzung
1.1.2.7.     Rassen für die Kreuzung
1.2.           Selektion
1.2.1.        Selektionsmethoden
1.2.1.1.     Individualselektion
1.2.1.2.     Familienselektion
1.2.2.        Selektionsfortschritt
1.2.3.        Selektion der Jungtiere
1.2.4.        Die Selektion der Zuchttiere
1.2.4.1.     Allgemeine Anforderungen an Zuchttiere
1.2.4.2.     Anforderungen an die Rammler
1.2.4.3.     Anforderungen an die Häsinnen
1.3.           Faktoren, die die Reproduktionsleistungen beeinflussen
1.3.1.        Physiologische Besonderheiten des Kaninchens
1.3.2.        Jahreszeit

1.3.3.        Haltung und Fütterung
1.3.4.        Kondition der Zuchttiere
1.3.5.        Altersmäßige Zusammensetzung der Zuchtpaare
1.3.6.        Zwischenwurfzeit
1.4.           Organisation der Zuchtarbeit
1.4.1.        Kennzeichnung
1.4.2.        Registrierung der Leistungen der Zuchttiere . -
1.4.3.        Belegungskalender
2.Die Haltung von Kaninchen
2.1.          Umweltbedingungen
2.1.1.        Lufttemperatur
2.1.2.        Luftfeuchtigkeit
2.1.3.        Beleuchtung
2.1.4.        Raumbedarf
2.1.5.        Hygienische Bedingungen
2.2.           Haltung der Kaninchen
2.2.1.        Einzelhaltung der Zuchttiere
2.2.2.        Gruppenhaltung von Zuchttieren
2.2.3.        Gruppenhaltung von Jungtieren

Vorbemerkung

Kaninchenfleisch erfreut sich wegen seines guten Geschmacks und geringen Fettanteils (6—10 %) großer Beliebtheit. Darüber hinaus entspricht es allen Anforderungen an ein Diätnahrungsmittel! aufgrund seiner hohen Verdaulichkeit sowie des geringen Gehalts an Purin und Cholesterin. Nach Nikitin eignet es sich besonders für Kranke und Genesende bei Erkrankungen von Herz, Leber, Galle, Nieren, Magen und Darm, bei Fettsucht und Verfettung, bei Diabetes, Blutarmut und Sklerose, bei Kreislaufstörungen und rheumatischen Beschwerden. Der großen Nachfrage steht kein entsprechendes Angebot vor allem an Broiler- bzw. Jungmastkaninchen, d. h. jungen Kaninchen zwischen 4 und 6 Monaten gegenüber.
Fast .100 % des Kaninchenfleisches, das in den Handel und zum Export kommt, wird in individuellen Klein- und Kleinsthaltungen produziert. Dafür werden zwar Futterreserven, wie Küchenabfälle, Gras von Straßengräben und Ödland, Unkräuter u. a. für die Fleischproduktion weitest gehend genutzt, die züchterischen Reserven der Kaninchen jedoch bei weitem nicht ausgeschöpft. In diesem Sinne soll dieses Lehrheft dazu beitragen, neue Möglichkeiten für die Erhöhung der Produktion von Zucht- und Schlachttieren zu erschließen, Fragen von Anfängern zu beantworten und Anregungen auch für den erfahrenen Züchter zu geben sowie Bedenken über eine stärkere Belastung der Zuchthäsinnen zu widerlegen. Mit der Erhöhung der Zahl der abgelieferten Schlachtkaninchen würde auch die Zahl der Kaninchenfelle für die Verarbeitung ansteigen. Zur Zeit ist in der DDR ein Gesamtaufkommen von ca. 8 Millionen Fellen zu verzeichnen, wobei eingeschätzt werden muß, dass mindestens 5 °/o nicht gewonnen werden, sondern bei Hausschlachtung in den Müll wandern. Dazu kommt noch ein gewisser Prozentsatz an nicht fachgerecht bearbeiteten Fellen, die nur noch zur Leimherstellung verwendet werden können. Bei Vermeidung dieser Verluste könnten mehr Felle verarbeitet und darüber hinaus für den Export zur Verfügung gestellt werden.

1. Die Zucht von Kaninchen

Unter Zucht ist die gelenkte, zielgerichtete Paarung von Kaninchen zu verstehen, die zu einer Verbesserung der Leistungen und zur Festigung von erwünschten Eigenschaften und Exterieurmerkmalen führen soll. Jeder Züchter muß sich daher vor der Verpaarung über das Zuchtziel klar geworden sein, das sowohl für die einzelnen Nutzungsrichtungen — Fleisch-, Pell-, Wollproduktion — als auch für Sport- und Leistungsrassen unterschiedlich ist. Den Ausgangspunkt bilden hier die Standards für jede Rasse, die die Anforderungen bezüglich Lebendmasse, Größe, Körperform und -bau, Fellqualität, Zeichnung bzw. Abzeichen und Farbe (Deck- und Unterfarbe, Silberung, Gleichmäßigkeit) detailliert festlegen. Jeder Züchter muß seine Tiere genau kennen, um geeignete Elterntiere zur Verpaarung auszuwählen, die beste Erbanlagen mitbringen und sie auch an die Nachkommen weitergeben. Nur dann wird er auch in der Lage sein, das jeweils am besten geeignete Zuchtverfahren anzuwenden.

1.1, Zuchtverfahren

Bei der Zucht können verschiedene Zuchtverfahren verwendet werden, wobei sowohl Reinzucht als auch Kreuzungen je nach Aufgabenstellung ihre Berechtigung haben.

1.1.1. Reinzucht

Als Reinzucht wird die Verpaarung von Tieren einer Rasse zur Erhaltung dieser Population, zur Erhöhung der Reinerbigkeit (Homozygotie) und Verminderung der Spalterbigkeit (Heterozygotie) bezeichnet. Dabei soll das Genmaterial, das in den verschiedenen Rassen vorhanden ist, erhalten und effektiv genutzt werden. Die Reinzucht kann als Fremdzucht, Inzucht, Linienzucht oder Auszucht betrieben werden.

1.1.1.1. Fremdsucht

Von den meisten Züchtern wird die Fremdzucht, d. h. die Paarung nicht verwandter Kaninchen, bevorzugt. Ein Rammler wird zugekauft und mit den Häsinnen der gleichen Rasse des vorhandenen Bestandes verpaart. Dabei ist meist nicht bekannt, welche besonderen Leistungsmerkmale dieser Rammler mitbringt, da beim Kauf in erster Linie auf Lebendmasse, Größe und Exterieurmerkmale geachtet wird. Welche unerwünschten verdeckten Merkmale er den Nachkommen vererbt hat, wird erst bei der Weiterzucht mit diesen sichtbar. Solche unerwünschten Merkmale sind z. B. Zahnfehler als Folge von erblich bedingten Kieferverkürzungen oder Verlängerungen oder auch der Langhaarfaktor bei Normalhaarrassen. Sie werden rezessiv vererbt und treten erst dann bei den Nachkommen zutage, wenn beide Paarungspartner diesen Faktor tragen, also beide spalterbig sind. Kommen in der Nachkommenschaft von bestimmten Eltern wiederholt Zahnfehler vor, kann daraus die Schlussfolgerung gezogen werden, daß beide Elternteile Anlagenträger sind. In diesem Falle sollten beide Eltern von der Zucht ausgeschlossen werden, da sie den rezessiven Faktor an ihre Nachkommen vererben, und dadurch wiederum spalterbige Nachzuchttiere zur Zucht kämen. Die gleiche Verfahrensweise eignet sich auch zur Aufdeckung des rezessiven Langhaarfaktors, der für die Fellqualität von Normalhaarrassen einige Bedeutung hat. Es kommt bei der Fremdzucht darauf an, Tiere aus leistungsfähigen Zuchten zu verpaaren, wobei Fruchtbarkeit und Aufzuchtvermögen besondere Aufmerksamkeit verdienen. Für den Anfänger in der Kaninchenzucht Ist diese Zuchtform zu empfehlen, da hier Erfahrungen in der Bewertung der Zuchttiere und ihrer Nachkommen gesammelt werden können, ohne die kein Züchter auskommen kann. Rückschläge sind kaum zu befürchten.
 

1.1.1.2. Inzucht

1.1.1.2.1. Inzuchtformen

Im Gegensatz zur Fremdzucht wird bei der Inzucht die Paarung verwandter Tiere innerhalb einer Rasse vorgenommen. Je nach Verwandtschaftsgrad der Zuchtpaare kann zwischen Inzestzucht, enger oder naher und mäßiger oder weiter Inzucht unterschieden werden. Bei Inzestzucht (engste Inzucht) werden Eltern X Nachkommen, Wurfgeschwister untereinander und Großeltern X Enkel, d. h. Tiere im 1. und 2. Verwandtschaftsgrad verpaart.
Bei enger oder naher Inzucht werden Zuchtpaare, die im 3. und 4. Verwandtschaftsgrad stehen (im übertragenen Sinne Onkel X Nichte, Tante X Neffe, Vetter X Base) zusammengestellt. Die mäßige oder weite Inzucht umfasst Verpaarungen von Tieren, die in 5. und 6. Verwandtschaftsgrad stehen. Das Ziel der Inzucht besteht darin, bestimmte hervorragende Eigenschaften in einer Nutzungsrichtung in den Nachkommen zu festigen, d. h. erbrein (homozygüt) zu machen, oder sie sogar noch zu verbessern. Mit der Methode der Inzucht ist am schnellsten das gewünschte Ziel zu erreichen. Weiterhin können wertvolle Zuchtstämme innerhalb der Rassen durch die zielgerichtete Zusammenstellung der Zuchtpaare gezüchtet werden, die auf Grund ihrer Reinerbigkeit für bestimmte Merkmale als gute Vererber in Erscheinung treten. In diesem Falle werden auch die Nachkommen reinerbig sein, wodurch die weitere Zucht erfolgreich verlaufen wird. Mit Hilfe der Inzucht ist es sehr schnei! möglich, spalterbige Kaninchen eines Bestandes herauszufinden und sie von der Weiterzucht auszuschließen.
Eine erfolgreiche Zuchtarbeit mit der Methode der Inzucht ist nur bei erbgesunden Tieren denkbar. Lange Zeit bestanden und es bestehen auch heute noch Bedenken gegen eine Anwendung der Inzucht, da sie Inzuchtschäden hervorrufen kann. Inzuchtschäden können dadurch entstehen, daß unerwünschte, zunächst verdeckte (rezessive) Anlagen durch die Inzucht in Erscheinung treten und sich auswirken. Als Beispiel sei hier nochmals auf die erblich bedingten Zahnanomalien verwiesen.

Weiterhin können sie dadurch, hervorgerufen werden, daß die genetische Variabilität abnimmt und damit das Reaktionsvermögen auf Umwelteinflüsse eingeschränkt wird. Es treten Genotypen auf, die fast nicht oder nur schlecht angepasst sind. Die Jungtiere wachsen ungenügend, der Körperbau verfeinert sich, die Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten ist gering, der Knochenbau wird schwächer und der Haarwuchs spärlicher, die Häsinnen verwerfen leicht, die Fruchtbarkeit und das Aufzuchtvermögen der Häsin verringern sich, eine geringere Futterverwertung mit Neigung zur Fettbildung sind zu beobachten, Mißbildungen und Störungen Im Verhalten sind keine Seltenheit. Diese schweren Depressionen treten jedoch erst bei anhaltender enger Inzucht oder Inzestzucht über mehrere Generationen auf. Begünstigend wirken sich dabei schlechte Fütterungs- und Haltungsbedingungen aus.

Johansson (Schweden) und Lush (USA) untermauerten die in der Praxis der Kaninchenzucht gewonnenen Erkenntnisse durch Arbeiten auf dem Gebiet der Genetik, Starke Inzucht, die über mehrere Generationen durchgeführt wird, führt zu einer Herabsetzung der Fruchtbarkeit und zur Erhöhung der Sterblichkeit. Zotova und Scheiko (1974) konnten in der l. Inzuchtgeneration aus Inzestzucht außer einer geringen Senkung der Wurfgrößen keine weiteren Depressionen feststellen. In der 2. Generation allerdings sank die Zahl der geborenen Jungtiere im Wurf auf 6,12—7 ab, während die Kontrollhäsinnen bei Fremdzucht 7,67—9,33 Jungtiere pro Wurf brachten. Ähnlich fielen Vergleiche bei der Anzahl der aufgezogenen Jungkaninchen aus. Weiterhin zeichnete sich eine Tendenz der Verminderung der Lebendmasse der Jungtiere sowohl bei Geburt als auch im Alter von 3 Monaten ab. Einige Lebendmaße, wie Körperlänge, Brustumfang und Lendenbreite, verringerten sich. Exterieurfehler traten auf, z, B. abfallende Kruppe und falsche Stellung der Pfoten zum Körper.

Zotova und Nikitschenko (1976) stellten fest, daß bei der Schaffung von Linien unter Verwendung von enger Inzucht im Verlauf von 2—3 Generationen in einigen Fällen keinerlei Schäden in der Entwicklung und in der Fruchtbarkeit zu beobachten waren, während bei anderen Kaninchengruppen negative Auswirkungen in Form von Missbildungen der Kiefer- und Brustknochen sowie von Defekten der zentralen Wirbelfortsätze und der Eippen sichtbar wurden. Damit werden die Feststellungen anderer Autoren bestätigt, die auf eine unterschiedliche Reaktion verschiedener Kaninchen-Stämme hinwiesen.
Die Inzucht als eine der möglichen Zuchtmethoden sollte nur von erfahrenen Züchtern angewendet werden, die über geeignetes, züchterisch gefestigtes und widerstandsfähiges Tiermaterial verfügen. Außerdem müssen sie den Blick für die günstigste Variante beim Zusammenstellen der Zuchtpaare und für die Auswahl der Zuchttiere selbst haben. Bei Inzucht kann nur mit strengster Selektion der Nachzuchttiere ein Züchtungserfolg erzielt werden. Sollten sich Depressionen oder Leistungsminderungen einstellen, die nicht auf äußere Umweltbedingungen zurückzuführen sind, muß auf die Inzucht vorerst verzichtet werden.

 

Fortsetzung folgt.
 

2. Lehrschrift des VDSK - Dr. Waltraud Haubold - Bereich Geflügel- und Kleintierzucht
Sektion Tierproduktion und Veterinärmedizin der Humboldt-Universität zu Berlin
 

 

 

Thema: KV Steinfurt - LV Westfalen
FRkz Redaktion

Antworten: 0
Hits: 2.474
KV Steinfurt - LV Westfalen 04.04.2010 14:20 Forum: Neue Rassekaninchenseiten im WWW


Neue Seite 2

 

Heute stellen wir Euch eine neue Webseite mit Bezug zur Rassekaninchenzucht vor.  Anke Löhr, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im  KV Steinfurt  hat für Ihren Kreisverband diese Seite erstellt. Wünschen wir dem KV Steinfurt bei der zukünftigen Öffentlichkeitsarbeit weiterhin viel Erfolg.

Euer Fachforenteam

Thema: [ERGEBNIS] Schönstes Winterfoto
FRkz Redaktion

Antworten: 17
Hits: 8.703
Aktuelles Endergebnis 01.04.2010 10:00 Forum: FRkz Fotowettbewerb


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ERGEBNIS

Allen Teilnehmern ein großes Dankeschön für die Teilnahme.

Preisvergabe:

Wolfgang, Manuela und Gunter können aus nachfolgenden Büchern jeweils ein Exemplar auswählen. Bitte das gewünschte Buch und die Lieferanschrift an mich via PN mitteilen.

Lexikon der Kaninchen Rassekaninchen - Aretz, Kathrin
Kaninchenfütterung Kaninchenställe und Auslaufgehege Lexikon der Kaninchen Rassekaninchen
Kaninhop Kaninchen & Nagetiere Enzyklopädie - Verhoef-Verhallen, Esther Taschenatlas Kaninchen - Ahrens, Petra Kaninchen - Weber, Alois
Kaninhop Kaninchen und Nagetiere Taschenatlas Kaninchen Kaninchen - Homöopathie und Kräuteranwendung.

Thema: 1 Bundesliga Tippspiel
FRkz Redaktion

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28.03.2010 10:19 Forum: News


Hallo Hubert

Wer den Schaden hat... Teufel Teufel Teufel

Aber ich wollte Dir ja auch wieder eine Chace geben. Zunge raus . Habe es aus Zeitgründen irgendwie verpennt, habe im Moment zu viel um die Ohren, oder sagen wir es gibt wichtigeres als Rassekaninchen und Fußball.

Gruß Thomas
Thema: Das Zuchtjahr - März
FRkz Redaktion

Antworten: 0
Hits: 57
Das Zuchtjahr - März 02.03.2010 06:47 Forum: Das Zuchtjahr


Neue Seite 2

 

Jetzt fallen die Würfe, das macht viel Freud',

doch manchmal bereiten sie auch großes Leid.

Die ersten Jungen müssen jetzt geworfen sein. Wo dies nicht der Fall ist, gilt es die Zucht zu beginnen, damit die Nachzucht bis zum Herbst schlachtreif ist. Märzwürfe kommen in die richtige Jahreszeit hinein, da die Jungen beim Verlassen des Nestes mit frischem Grünfutter aller Art versorgt werden können. Alte Futterbestände an Rüben sind durchzusehen, schlechte und faulige Stellen vor dem Verfüttern auszuschneiden. Kartoffeln sind zu entkeimen, da die Keime Giftstoffe (Solanin) enthalten, die durch Rohfütterung gesundheitliche Schäden, insbesondere bei Jungtieren, verursachen. Häsinnen ist einige Tage vor dem Werfen täglich frisches Wasser vorzusetzen. Mehrmals ist eine Nestkontrolle durchzuführen, Schwächlinge sind zu entfernen. Lieber weniger und kräftige, gut genährte Jungtiere als viele schwache, die wenig Widerstandskraft schädigenden Umwelteinflüssen gegenüber besitzen, Kümmerlinge bleiben und damit anfällig für Jungtierkrankheiten sind.
Ställe öfter reinigen, um Infektionskrankheiten auf ein Mindestmaß zu beschränken. Ende März erfolgt für die Angora allgemein die erste Vierteljahresschur. Jungtiere der Angora werden, solange sie noch bei der Mutter sind, im Alter von etwa 9 - 10 Wochen zum ersten Mal geschoren. Im März erfolgt bei günstigem Wetter die erste Gartenbestellung mit Futter (Zichorie, Topinambur, Markstammkohl).
 

Quelle: Das Kaninchen von Friedrich Joppich, 4. ergänzte Auflage, 1959.

Thema: Wahl
FRkz Redaktion

Antworten: 37
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19.02.2010 16:09 Forum: Wahl Rassekaninchendes Jahres


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Kurzbeschreibungen der zur Wahl stehenden Kaninchenrassen

 

Abt. I - Große Rassen

Deutsche Riesen, grau (DR grau):

Diese ursprünglich aus Belgien stammende Rasse kam um 1890 nach Deutschland. Der graue Farbenschlag ist der am weitesten verbreitete und besticht durch sein hohes Normalgewicht über 7,00 kg sowie durch seine imposante Körpererscheinung. Das Mindestgewicht beträgt 5,50 kg und das Höchstgewicht 11,5 kg.

Deutsche Riesen, weiß (DR weiß):

Diese Rasse ist um 1904 wohl eher zufällig entstanden. Sie ist eine rein deutsche Züchtung. In den letzten Jahren ist das Zuchtniveau der „Weißen“  gestiegen. In einigen Zuchten stehen sie in ihrem Gewicht und im Erscheinungsbild den Grauen nicht mehr nach. Das Normalgewicht beträgt über 6,50 kg, das Mindestgewicht 5,00 kg und das Höchstgewicht 11,5 kg.

Deutsche Riesenschecken, schwarz-weiß (DRSch schwarz-weiß):

Eine Rasse mit französischem Ursprung, die seit 1908 auch in Deutschland zugelassen ist. Ein sehr großes und mächtiges, aber spalterbiges Nutzkaninchen mit sehr attraktiver Kopf- und Rumpfzeichnung und einem Normalgewicht über 6,00 kg. Das Mindestgewicht beträgt 5,00 kg und das Höchstgewicht 10,0 kg.

Deutsche Widder, grau (DW grau):

Diese attraktive Rasse französischer Herkunft wurde um 1870 nach Deutschland gebracht. Die Rasse mit einem Normalgewicht über 5,50 kg besticht durch ihre kräftig gebogene „Ramsnase“ und dem Behang (Hängeohren) sowie durch den gedrungenen und breiten Körperbau. Das Normalgewicht beträgt über 5,50 kg, das Mindestgewicht 4,50 kg und das Höchstgewicht 9,0 kg.

 

Abt. II – Mittelgroße Rassen

Helle Großsilber (HGrS):

Eine in Frankreich seit dem 18. Jahrhundert bekannte Rasse, die um 1910 nach Deutschland eingeführt wurde. Die Silberung entstand durch eine Mutation im Fellhaar. Heute ist die Rasse wegen ihrer Wirtschaftlichkeit und der schönen Silberfarbe sehr gut verbreitet. Das Normalgewicht liegt bei über 4,50 kg, das Mindestgewicht 3,50 kg und das Höchstgewicht beträgt 5,50 kg.

Blaue Wiener (BlW):

Diese im ZDRK wohl am weitesten verbreitete Rasse wurde um 1890 in Österreich erzüchtet. Die mittel- bis dunkelblaue Farbe in Verbindung mit der Walzenform und dem schönen, kräftigen Kopf macht den Reiz dieser Rasse aus. Diese frohwüchsige Wirtschaftrasse hat ein Normalgewicht von 4,25 kg. Das Mindestgewicht beträgt 3,25 kg und das Höchstgewicht 5,25 kg.

Rote Neuseeländer (RN):

Dieses mittelgroße, frohwüchsige Nutzkaninchen wurde um 1915 erstmals in Kalifornien erwähnt und um 1930 nach Deutschland importiert. Der leicht gestreckte, walzenförmige Körperbau und der sattrote Farbton machen den Reiz dieser Rasse aus. Das Normalgewicht beträgt über 4,00 kg, das Mindestgewicht 3,00 kg und das Höchstgewicht 5,00 kg.

Alaska (Al):

Diese in Deutschland erzüchtete Rasse soll in ihrer Farbintensität - schwarz glänzend - dem Alaskafuchs ähneln. Die Verbreitung dieser mittelgroßen, blockigen Kaninchenrasse mit einem Normalgewicht über 3,25 kg, einem Mindestgewicht von 2,50 kg und einem Höchst-gewicht von 4,00 kg ist sehr positiv und als Wirtschaftsrasse sehr gut geeignet.

 

Abt. III – Kleine Rassen

Deutsche Kleinwidder, grau-weiß (DKlW grau-weiß):

Um ca. 1950 ist diese Rasse aus dem Deutschen Widder sowie verschiedenen kleinen Rassen gezüchtet worden. Die mantelgescheckten Deutschen Kleinwidder sind heute sehr beliebt. Als Rasse mit einem Normalgewicht von über 3,00 kg, einem Mindestgewicht von 2,25 kg und einem Höchstgewicht von 3,50 kg ist sie auch zur Fleischgewinnung geeignet.

Kleinsilber gelb (KlS gelb):

Um 1900 kam diese Rasse aus England nach Deutschland. Sie wurde sehr schnell zur Moderasse, bereits 1904 wurden die ersten Spezialclubs gegründet. Die kurze, muskulöse Nutzrasse mit einem Normalgewicht von über 2,50 kg, einem Mindestgewicht von 2,00 kg und einem Höchstgewicht von 3,25 kg ist auch heute noch sehr weit verbreitet.

Holländer schwarz-weiß (H schwarz-weiß):

Diese Kaninchenrasse mit einer fest umschriebenen „Plattenscheckung“ kommt ursprünglich aus England. Anfang des 19. Jahrhunderts kamen die ersten Tiere nach Deutschland. Der kurz gedrungene Körperbau mit einem Normalgewicht von über 2,50 kg, einem Mindestgewicht von 2,00 kg und einem Höchstgewicht von 3,25 kg in Verbindung mit der Kopf- und Rumpf-zeichnung machen die Attraktivität dieser Rasse aus.

Lohkaninchen, schwarz (Loh schwarz):

Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Tiere dieser farblich sehr interessanten Rasse aus England nach Deutschland eingeführt. Mit einem Normalgewicht von über 2,50 kg, einem Mindestgewicht von 2,00 kg und einem Höchstgewicht von 3,25 kg und einer gedrungenen, walzenförmigen Körperform hat sie heute eine sehr gute Verbreitung. Die orangerote „Loh-farbe“ in Verbindung mit der schwarzen Farbe macht den Reiz dieser Rasse aus.

 

Abt. IV - Zwergrassen

Zwergwidder, weiß Rotaugen (ZwW weiß RA):

Ab 1964 in den Niederlanden gezüchtet kam diese Rasse ab 1972 nach Deutschland. Der weiße Farbenschlag war sehr lange der dominierende Farbenschlag. Mit einem Normal-gewicht von 1,50 bis 1,90 kg, einem Mindestgewicht von 1,20 kg und einem Höchstgewicht von 2,00 kg ist dieses Zwergkaninchen sehr gut geeignet für die Zucht bei geringem Platz-bedarf.

Zwergwidder, thüringerfarbig-weiß (ZwW thüringerfarbig-weiß):

Dieses Zwergkaninchen mit den Ansprüchen des Widderkaninchens und der Mantelschecken-zeichnung hat in der Thüringerfarbe seinen besonderen Reiz. Bei einem Normalgewicht von 1,50 bis 1,90 kg, einem Mindestgewicht von 1,20 kg und einem Höchstgewicht von 2,00 kg ist dieser Farbenschlag ein besonderer Anziehungspunkt auf allen Ausstellungen.

Hermelin Blauaugen (He BlA):

Die Rasse mit englischer Herkunft wurde um die Jahrhundertwende – etwa 1903 - nach Deutschland eingeführt. Die gedrungene, walzenförmige Rasse mit einem Normalgewicht von 1,10 bis 1,35 kg, einem Mindestgewicht von 1,00 kg und einem Höchstgewicht von 1,50 kg  hat ein kurzes, dichtes und weiches Fell. Die Verbreitung innerhalb des ZDRK ist sehr gut.

Farbenzwerge weißgrannenfarbig- schwarz (FbZw weißgrannenfarbig-schwarz):

Die Farbenzwerge weichen als ausgesprochene Zwergkaninchen im Typ ganz erheblich von den anderen Rassen ab und haben eine gedrungene und walzenförmige Körperform sowie, der Zwergform entsprechend, relativ kurze Ohren. 1956 wurden die ersten Farbenschläge der Farbenzwerge in den Standard aufgenommen. Der weißgrannenfarbige Farbenzwerg wirkt besonders attraktiv durch die weißen Abzeichen. Das Normalgewicht beträgt zwischen 1,1 und 1,35 kg, das Mindestgewicht 1,0 kg und das Höchstgewicht 1,50 kg.

 

Abt. V u. VII – Haarstruktur und Langhaarrassen

Satin-Elfenbein Rotaugen (SaE RA):

Diese Rasse ist seit Anfang der 30er Jahre in den USA bekannt und seit 1973 auch in Deutschland anerkannt. Das Normalgewicht liegt bei über 3,25 kg, das Mindestgewicht bei 2,50 kg und das Höchstgewicht bei 4,00 kg. Die Körperform ist leicht gedrungen. Bedingt durch den guten Nutzfaktor und den seidenen Glanz durch den Satinfaktor ist die Verbreitung sehr gut.

Satin-Thüringer (SaTh):

Dieser Farbenschlag mit einem Normalgewicht von über 3,25 kg, einem Mindestgewicht von 2,50 kg und einem Höchstgewicht von 4,00 kg hat in Verbindung mit den thüringerfarbigen Abzeichen und der entsprechenden Deckfarbe mit dem seidenen Glanz bedingt durch den Satinfaktor seinen Reiz. Das mittelgroße Nutzkaninchen erfreut sich großer Beliebtheit.

Angora, weiß (A weiß):

Diese aus England stammende Kaninchenrasse ist eine der ältesten Rassen. Das ca. 3,5 bis

6 cm lange Wollhaar war in der Vergangenheit sehr wertvoll. In der heutigen Zeit ist es eine Rasse für Liebhaber und Individualisten. Das Normalgewicht beträgt über 3,50 kg, das Min-destgewicht 2,50 kg und das Höchstgewicht 5,25 kg. Angora sind sehr frohwüchsig, leicht gestreckt und walzenförmig.

Fuchskaninchen fehfarbig (Fu fehfarbig):

Diese Rasse wurde bereits um 1930 in Deutschland anerkannt. Zur Erzüchtung wurden Angora mit einfarbigen Normalhaarrassen gekreuzt. Das 5 bis 6 cm lange Grannenhaar ist dicht und voll. Das Normalgewicht beträgt über 3,00 kg, das Mindestgewicht 2,50 kg und das Höchstgewicht 4,00 kg. Als frohwüchsiges Kaninchen eignet sich diese Rasse sehr gut zur Fleischgewinnung.

 

Abt. VI – Kurzhaarrassen

Blau-Rexe (BlRex):

Dieses Kurzhaarkaninchen wurde in Frankreich erzüchtet und ist seit ca. 1935 auch in Deutschland heimisch. Mit einem Normalgewicht von über 3,50 kg, einem Mindestgewicht von 2,50 kg und einem Höchstgewicht von 4,50 kg ist die Körperform leicht gestreckt. Die kräftig dunkelblaue Farbe in Verbindung mit dem samtartigen Fellhaar macht den Reiz dieser Rasse aus.

Gelb-Rexe (GRex):

Dieses gelbrotfarbige Kurzhaarkaninchen wurde ca. 1935 in Deutschland erzüchtet. Das samtartige, sehr dichte und ca. 17 bis 20 mm lange Fellhaar verbunden mit der gelbroten Farbe und den Wildfarbigkeitsabzeichen macht den Reiz dieser Rasse aus. Die Verbreitung in Deutschland ist recht gut. Mit einem Normalgewicht von über 3,50 kg, einem Mindest-gewicht von 2,50 kg und einem Höchstgewicht von 4,50 kg ist diese Rasse wie alle anderen Rexkaninchen auch sehr gut zur Fleischgewinnung geeignet.

Castor-Rexe (CRex):

Die Castor-Rexe wurden um 1920 aus Frankreich nach Deutschland importiert. Mit dem Normalgewicht von über 3,50 kg, einem Mindestgewicht von 2,50 kg und einem Höchst-gewicht von 4,50 kg ist die Körperform leicht gestreckt. Die rötlich kastanienbraune Farbe wirkt in Verbindung mit dem samtartigen Fell sehr attraktiv. Diese Rasse ist die am weitesten verbreitete Kurzhaarrasse.

Zwerg-Rexe, dalmatinerfarbig schwarz-weiß (ZwRex dalmatinerfarbig schwarz-weiß):

Mit einem Normalgewicht von über 1,20 bis 1,40 kg, einem Mindestgewicht von 1,00 kg und einem Höchstgewicht von 1,60 kg ist diese Kurzhaarrasse besonders geeignet für die Zucht bei geringem Platzbedarf. Etwa 1960 wurden sie mit einer Fellhaarlänge von 14 bis 17 mm erzüchtet. Der spalterbige Dalmatiner-Farbenschlag ist sehr attraktiv und bietet einen Anreiz für eine anspruchsvolle Rassezucht.

 

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Thema: Kaninchenkiste mit DDR-Geschichte
FRkz Redaktion

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Kaninchenkiste mit DDR-Geschichte 17.02.2010 18:00 Forum: Sonstige


Neue Seite 2

 

Ehemaliger Brigadist steuert kurioses Exponat zur HELDEN-Ausstellung bei.

Hattingen/Hoyerswerda (lwl). Dass seine Kaninchenkiste einmal im Museum landen würde, das hätte sich Josef Wiwczaryk aus Hoyerswerda nicht träumen lassen. Und doch ist es so. Die tierische Transportbox, in der er "zweimal im Jahr die Hasenfrau zum Hasenmann trägt", ist eines von über 800 Exponaten der Ausstellung "HELDEN. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen", die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Zusammenarbeit mit der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 ab dem 12. März in seinem Industriemuseum Henrichshütte Hattingen zeigt.


Für den unbeteiligten Betrachter eines der kuriosesten Objekte der Schau. In Wahrheit aber ein Stück mitten aus dem Leben des ausgezeichneten DDR-Brigadiers Wiwczaryk. Jenes gelernten Maurers, der durch seiner Hände Arbeit in den Nachkriegsjahren für bezahlbaren Wohnraum sorgte. In der schnellen Form von genormten Plattenbauten, die teils schon mit Fenster und Gardinen als Fertigteile angeliefert wurden, die nur noch aufgestellt und miteinander verschweißt wurden. Arbeit, die dem fünffachen Vater und späteren Meister und Ingenieur den Lebensunterhalt sicherte. Und damit verbundene Leistungsprämien, die als zweite Lohntüte mehr als willkommen waren.

Jene Kaninchenkiste übrigens zimmerte der heute 83-Jährige aus Überresten der "Messe der Meister von Morgen", für die er verantwortlich war. Planerfüllungstafeln aus Presspappe, auf denen im Inneren der Kiste vom Plansoll für neue Wohnungsbauten und Kindergärten zu lesen ist, die außen eben jene Wohnblocks im Bild zeigen.

Den Kaninchen wird es egal sein. Dem Ausstellungsbesucher aber bringt diese Kiste den Menschen Wiwczaryk näher - einen Helden der Arbeit. Wenngleich der Arbeiter- und Bauernstaat ihm diesen Titel niemals offiziell verlieh, denn er war Parteigenossen vorbehalten. In das SED-Korsett aber hat sich der überzeugte Sozialist Wiwczaryk nicht zwingen lassen. "Da musste man eben etwas mehr arbeiten, um eine Auszeichnung zu bekommen. Ich habe mich von den hartgesottenen Parteigenossen nie einfangen lassen", ist er sich treu geblieben. Vier Mal zeichnete die DDR ihn für die Übererfüllung der Norm als "Aktivist des 5-Jahres-Plans" aus. "So nannten sie die Leute, die besondere Leistungen erbracht hatten", sagt der Mann, dessen Brigade in Hoyerswerda seinen Namen trug: Wiwczaryk. Dort legte er am 15. Juni 1957 den Grundstein für den ersten industriellen Plattenbau der DDR. Für die Neustadt, in der zehntausende Beschäftigten des Lausitzer Braunkohle- und Gaskombinats "Schwarze Pumpe" leben sollten.

Leistungsanreize wie finanzielle Prämien, ein schnelleres Anrecht auf eine Wohnung oder ein neuer Trabant, waren die eine Seite der Aktivisten-Medaille. Auf der anderen Seite "ging es mir auch um die Ehre und die Anerkennung meiner Arbeit. Wir haben viele Menschen glücklich gemacht", sagt Wiwczaryk rückblickend. Fast 40 Jahre seines Lebens, die er nicht missen möchte. Vor allem den Zusammenhalt unter den Kollegen im "Kollektiv der sozialistischen Arbeit" nicht, die zusammen arbeiteten und die Freizeit miteinander verbrachten. Das schweißte zusammen. "Wir haben das Geld für die Prämien immer zusammen getan und dann einen schönen Ausflug gemacht. Da denke ich gerne dran."

Umso bitterer für Wiwczaryk , als nach der Wende die einstige Musterstadt der DDR nach und nach wieder abgerissen wurde. "Meine Lebensleistung wurde vernichtet", sagt er, wohl wissend, dass viele Wohnungen leer standen und die Menschen Hoyerswerda in Scharen verließen. "Es war schwer für mich zu sehen, dass zerstört wurde, wofür wir gekämpft haben. Auf das wir stolz waren", will er Trauer und Enttäuschung nicht verhehlen.
Brigadier Wiwczaryk steht in der Ausstellung für Menschen, die in Zeiten des Umbruchs nach dem Krieg anpackten, wo es nötig war. "Wir zeigen in diesem Teil der Ausstellung, wofür Menschen arbeiten, um unter akzeptablen Bedingungen leben zu können", erläutert Willi Kulke, Kurator für den Ausstellungsbereich "Helden der Arbeit". "Letztlich strebten auch sie, wie die Arbeiter im Westen, nach Wohlstand und persönlichem Glück. Geblieben sind Orden, Auszeichnungen und Fahnen. Die Geschichte der Helden der Arbeit ist eine Geschichte von einer zum Scheitern verurteilten Utopie. Die sozialistischen Staaten des Ostens glaubten, mit Ideologie, Leistungsanreizen und Vergünstigungen mit dem Westen Schritt halten zu können. Sie setzten auf Vernunft und den Wunsch der Menschen nach kollektivem Glück. Ein System, das scheitern musste", resümiert Kulke.

Klick Bild für Originalgröße um Text zu lesen.

Dieser Beitrag wurde uns freundlicher Weise von der Ausstellung - HELDEN. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen, zur Verfügung gestellt, wofür wir uns herzlich bedanken. nachfolgend weitere Infornmationen zur Ausstellung.

 

HELDEN. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen
12. März - 31. Oktober 2010
LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 31-33 I 45527 Hattingen
Geöffnet: Di - So 10 - 18 Uhr, Fr 10 - 21.30 Uhr
http://www.helden-ausstellung.lwl.org I Tel. 02324 9247-142 I E-Mail: helden@lwl.org


Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235, presse@lwl.org



Die Ausstellung

Mit über 800 wertvollen Exponate aus ganz Deutschland, den europäischen Nachbarländern und aus Übersee erzählt die Schau Geschichten von großen und kleinen Helden, von Machern und Medien, mutigen Rittern, religiösen Vorbildern, gefeierten Sportlern und engagierten Helfern. Das Spektrum reicht von einer 2.000 Jahre alten Nuckelflasche bis zur Silberbüchse Winnetous. In Bronze glänzt der Fußballschuh vom Ruhrgebietshelden Helmut Rahn. Vom heutigen Heldenkult zeugen ein Baumhaus von "Robin Wood" und der Helm eines New Yorker Feuerwehrmannes, der beim Anschlag auf das World Trade Center ums Leben kam. Die Helden des Reviers haben in der Schau einen besonderen Platz: Typen wie der Bergmann Adolf Tegtmeier oder Ruhrgebietsmutter Tana Schanzara, aber auch verdiente Bürger des Ruhrgebiets als neue Helden der Region im Wandel und schließlich die zugewanderten Helden, die die vielen Einwanderer ins Revier mitgebracht haben.

Der Rundgang durch die 1.000 Quadratmeter große Ausstellungshalle ist ein Erlebnis für alle Sinne. Dafür sorgen eine spannende Gestaltung, ausdrucksstarke Inszenierungen, bewegte Bilder und Hörstationen. Die innovative Ausstellungsarchitektur eröffnet mit Durchblicken und Sichtachsen an vielen Stellen überraschende Perspektiven und ermöglicht damit immer wieder neue Entdeckungen. Am Ende der Ausstellung können Besucher ihren "Helden des Tages" wählen, auf einem Sockel als Held oder Heldin posieren und sich in der Videoinstallation Standing Ovations bejubeln lassen.

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