Hallo
Hier die offiziellen Ergebnisse:
Ergebnis der Wahl:
Nachdem in der Vergangenheit die weniger gezüchteten aber auch schon die „starken“ Rassen im Vordergrund standen und immer versucht wurde, eine Vielzahl von Farben und Typen unserer Kaninchen zur Auswahl zu stellen, wurden in diesem Jahr vom ZDRK-Referenten für Schulung und Zuchtwesen, Bernhard Große, Kaninchenrassen aus dem Bereich der Zuchtgruppenklasse 3 ausgewählt. Diese werden als Abzeichenrassen bezeichnet und zeigen insbesondere die genetische Vielfalt der Farbanlagen der anerkannten deutschen Rassekaninchen und bereichern mit ihrem Aussehen viele Ausstellungen des ZDRK.
Folgende Rassen und Farbenschläge standen zur Wahl: :
Große Marder braun, Kalifornier schwarz-weiß, Weißgrannen blau, Thüringer, Rhönkaninchen, Lohkaninchen havanna, Marderkaninchen blau, Siamesen gelb, Russen blau-weiß und Farbenzwerge lohfarbig schwarz.
Insgesamt wurden 993 Stimmen abgegeben (370 per Briefwahl über die Redaktion in Reutlingen und 623 per Internet). Die Rhönkaninchen bekamen 39,78 Prozent der Stimmen (395, davon 251 Briefwahl und 144 Internet). Platz 2 belegten mit deutlichem Abstand die Thüringer mit 14,2 Prozent der Stimmen (141, davon 78 Briefwahl und 63 Internet) sehr knapp vor den Lohkaninchen havanna mit 13,7 Prozent der Stimmen (136, davon 8 Briefwahl und 128 Internet). Wiederum knapp dahinter liegen auf Platz 4 die Farbenzwerge lohfarbig schwarz mit 12,39 % der Stimmen (123, davon 10 Briefwahl und 113 Internet). Mit großem Abstand folgen dann auf Platz 5 die Weißgrannen blau mit 5,24 % der Stimmen (52, davon 7 Briefwahl und 45 Internet). Bei der Wahl über das Internet hatten sich in diesem jahr auch Wähler aus dem Ausland beteiligt. Dies könnte daran liegen, dass aufgrund der Werbung für diese Aktion in den letzten Jahren hierfür auch im Ausland Aufmerksamkeit erzeugt wurde.
Siegerrasse:
Das Rhönkaninchen gehört mit einem Mindestgewicht von 2,25 kg, einem Normalgewicht von über 2,75 und einem Höchstgewicht von 3,25 kg zu den kleinen Kaninchenrassen. Neben dem ausgeprägten Kopf ist die birkenstammähnliche Farbe das besondere Aushängeschild dieser Rasse. Die Zeichnung aus Flecken, Streifen und Spritzern sollte möglichst gleichmäßig über den ganzen Körper verteilt sein, wobei auch Kopf, Ohren und Läufe mit einbezogen sind. Man wird kaum zwei gleich aussehende Rhönkaninchen finden und obwohl bei dieser Rasse nur rhönfarbige Nachzuchttiere zu erwarten sind, sehen alle Tiere etwas unterschiedlich aus und bilden so ein ansprechendes, buntes Bild in der Rassekaninchenzucht. Hervorgerufen wird dieses ausgefallene Aussehen durch zwei genetische Besonderheiten: Bei dem Rhönkaninchen handelt es sich um ein Teilalbino. Der Chinchillafaktor ruft hervor, dass neben der weißen Grundfarbe nur noch schwarze Pigmente ausgebildet werden können. Eine weitere Besonderheit ist der sogenannte Japanerfaktor. Dieser sorgt für die Trennungsinformation, so dass in den einzelnen Farbfeldern nur weiße oder schwarze Farben ausgebildet werden können. Anfang der 1970er-Jahre begann die Erzüchtung der Tiere in Deutschland, 1981 wurden sie in der damaligen DDR und 1986 in der Bundesrepublik Deutschland zugelassen. Heute sieht man regelmäßig sehr gute Rassevertreter auf unseren Schauen. Die Rasse hat sich europaweit verbreitet. In den vergangenen Jahren hat sich die Rhönfarbe auch über das Rassespektrum des ZDRK verbreitet. In der Zwischenzeit gibt es sowohl Kleinwidder und Zwergwidder, aber auch Farbenzwerge mit den rhönfarbigen Abzeichen. Im Neuzuchtverfahren des ZDRK befinden sich weiterhin noch Satinkaninchen rhönfarbig und neuerdings auch rhönfarbige Löwenköpfchen.
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